Der Deutsche Fußball-Bund ist im Sommermärchen-Prozess schuldig gesprochen und wegen Steuerhinterziehung zu einer Geldstrafe von 130 000 Euro verurteilt worden. Dieses Urteil verkündete die Vorsitzende Richterin Eva-Marie Distler vor dem Landgericht Frankfurt am Main.
Die Staatsanwaltschaft hatte dem DFB vorgeworfen, etwa 2,7 Millionen Euro Steuern hinterzogen zu haben. Sie sprach von einem „besonders schweren“ Fall, in dem es „eine recht hohe kriminelle Energie“ gebe. Sie forderte eine Strafzahlung in Höhe von 270 000 Euro. Die Verteidigung hatte den Vorwurf der vorsätzlichen Steuerhinterziehung als „Unsinn“ zurückgewiesen und einen Freispruch beantragt.
Das Gericht folgte in seinem Urteil der Ansicht der Anklagebehörde. „Dass der DFB Steuern hinterzogen hat, steht nach Ansicht der Kammer ohne Zweifel fest“, sagte Distler in ihrer Urteilsbegründung. Von den 130 000 Euro wurden dem Verband wegen der „rechtsstaatwidrigen Verfahrensdauer“ 20 000 Euro erlassen. Allerdings muss der DFB, der laut Distler bei der Aufarbeitung der Affäre ein „katastrophales Bild“ abgegeben hat, zusätzlich die Kosten des Verfahrens tragen.
Mit dem Urteil findet der seit März 2024 dauernde Prozess nach 34 Verhandlungstagen ein Ende. Das Gesamtverfahren dauerte fast zehn Jahre.













