Morning Briefing Bling-Bling: Nato-Gipfel ganz auf Trump zugeschnitten 25.06.2025
Abspielen 08:49Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,Im Kampf um die Sicherheit Europas hat sich Nato-Generalsekretär Mark Rutte zum Einsatz einer bislang unbekannten Geheimwaffe entschlossen: Ein Schleimteppich von nie zuvor gesehenen Ausmaßen soll alle transatlantischen Gräben überdecken.
Glückwunsch und danke für Ihr entschlossenes Handeln im Iran, das war wirklich außergewöhnlich und etwas, das sich niemand sonst getraut hat. Es macht uns alle sicherer.
Sie werden etwas erreichen, was KEIN amerikanischer Präsident seit Jahrzehnten geschafft hat. Europa wird in GROSSEM Stil zahlen, so wie es sich gehört, und es wird Ihr Sieg sein. Nato-Vertreter bestätigen, dass Rutte die Nachricht am Dienstag an Trump geschickt hat.Direkt neben dem König: Donald Trump. Foto: dpaNato-Gipfel ganz auf Trump zugeschnittenAuch die übrige Choreographie des heutigen Nato-Gipfeltreffens in Den Haag ist ganz darauf ausgelegt, Trump bei Laune zu halten:Ordentlich Bling-Bling: Der Gipfel startete gestern Abend mit einem Essen am niederländischen Königshof. „Wir sehen uns beim Dinner seiner Majestät“, beschließt Rutte seine Textnachricht. Trump, dem eine Vorliebe für aristokratisches Gepränge unterstellt wird, bekommt zudem das Royal-Plus-Upgrade gebucht: Er ist während des Nato-Gipfels Gast des niederländischen Königspaares und soll heute mit ihm im Palast frühstücken.Bloß nicht überfordern: Das eigentliche Gipfelprogramm besteht heute aus einer einzigen Arbeitssitzung von rund zweieinhalb Stunden Dauer, wichtigster Tagesordnungspunkt: das neue Fünf-Prozent-Ziel bei den Verteidigungsausgaben. Oder wie Rutte es wohl formulieren würde: Trumps GROSSER Sieg.Wir müssen leider draußen bleiben: Auf den Nato-Gipfeln der vergangenen Jahre wurde der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj stets wie ein Ehrengast empfangen. In Den Haag durfte er nur am Dinner teilnehmen. Zum heutigen eigentlichen Gipfel ist er nicht eingeladen. Denn Trump will dort nicht über die Ukraine sprechen. Ob er sich auf ein bilaterales Treffen mit Selenskyj einlässt, ist unklar. „Ja, wahrscheinlich werde ich ihn sehen“, sagte der US-Präsident vor Journalisten auf dem Weg nach Europa.Den europäischen Nato-Partnern ist es offenbar selbst ein wenig peinlich, dass sie ihren ukrainischen Gefährten gleichsam unter der Treppe verstecken, nur weil sich hoher Besuch aus Washington ankündigt: Die Europäer wollen nach dem Ende des Nato-Gipfels am Mittwoch noch ein Treffen mit Selenskyj in kleinerer Runde anschließen.











