Am Montagabend Ortszeit war das schlimmste Szenario Realität geworden. Iran hatte seinen Vergeltungsschlag gegen eine amerikanische Luftwaffenbasis in Katar begonnen, und nun ging alles ganz schnell: Katar machte sofort den Luftraum dicht, wenig später gefolgt von den Vereinigten Arabischen Emiraten. Und innerhalb von wenigen Minuten war live zu verfolgen, wie Dutzende Flugzeuge abdrehten und sich der Luftraum über den beiden Ländern leerte. Iran hatte gerade drei der größten Drehkreuze im internationalen Luftverkehr, Dubai, Abu Dhabi und Doha, zeitweise lahmgelegt.
Screenshots eines Flugtrackinganbieters zeigen die Bewegungen im Luftraum über Katar am Montagabend um 19 Uhr Ortszeit (links) und um 21:30 Uhr (rechts).
(Foto: FlightRadar24, Bearbeitung: SZ)
Die Schließung der Lufträume verursacht nicht nur im Luftverkehr im Nahen Osten und innerhalb der Region Verwerfungen, die Routen über den Nahen Osten sind auch die einzigen, die viele Airlines für ihre Flüge zwischen Europa und Asien nutzen können. Schon vor dem iranischen Angriff hatten zahlreiche Airlines Flüge zu Zielen in der Region abgesagt. Emirates, Etihad und Qatar Airways, die drei großen Anbieter in der Golfregion, hatten ohnehin schon zahlreiche Flüge zu regionalen Zielen gestrichen. Delta, United und American hatten vor einigen Tagen aus Sicherheitsgründen beschlossen, Dubai oder Doha vorerst nicht mehr anzufliegen. British Airways ließ am Wochenende ein Flugzeug, das schon auf dem Weg nach Dubai war, über Ägypten umdrehen und nach Zürich ausweichen. Lufthansa hatte die Verbindungen nach Tel Aviv, Erbil/Irak und Amman/Jordanien ausgesetzt.















