Der belarussische Oppositionelle Sergej Tichanowskij ist aus der Haft entlassen worden. Das teilte seine Frau, die im Exil lebende Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja, auf der Plattform X mit. „Es ist schwer, die Freude in meinem Herzen zu beschreiben“, schrieb sie. Außerdem kamen 13 weitere politische Gefangene frei. Der Schritt gehe auf ein Abkommen des US-Gesandten Keith Kellogg mit Belarus zurück, teilte ein Sprecher des litauischen Ministerpräsidenten mit. Tichanowskaja bedankte sich bei den USA und der EU für die Bemühungen um die Freilassungen.

Ein Gericht hatte Tichanowskij 2021 zu 18 Jahren Haft verurteilt. Er hatte 2020 bei der Präsidentschaftswahl gegen den belarussischen Diktator Alexander Lukaschenko kandidieren wollen. Für den Blogger übernahm schließlich seine Frau die Kandidatur. Sie wurde zur Hoffnung für die Menschen in ihrem Land, die sich nach Freiheit und Demokratie sehnten. Ohne die Wahlfälschung hätte sie die umstrittene Wahl mutmaßlich gewonnen. Dann wurde sie ins Exil getrieben. Lukaschenko ließ sich zum Sieger erklären. Proteste der Opposition ließ er damals blutig niederschlagen.

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