Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko hat nach Verhandlungen mit den USA mehr als 50 politische Häftlinge freigelassen und abgeschoben. „52 Gefangene haben heute von Belarus aus sicher die litauische Grenze überquert und dabei Stacheldraht, vergitterte Fenster und ständige Angst hinter sich gelassen“, teilte der litauische Präsident Gitanas Nauseda auf X mit. Unter den Freigelassenen seien auch sechs Litauer. Nauseda dankte den USA für ihre Vermittlungen.
Insgesamt sind nach Angaben aus Minsk 14 Ausländer unter den Freigelassenen: aus Litauen, Lettland, Polen, Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Aus dem Auswärtigen Amt hieß es, dass sich unter den freigelassenen Gefangenen zwei deutsche Staatsangehörige befinden.
Die Freilassungen hatte Lukaschenko zuvor indirekt bei Gesprächen mit dem US-Sonderbotschafter John Coale in Minsk angekündigt. Er habe kein Interesse daran, diese Personen hinter Gitter zu halten. Wenn Trump sie haben wolle, sei er bereit, „einen großen Deal abzuschließen“, sagte der 71-Jährige, der seit 1994 in Belarus an der Macht ist. Laut dem Bürgerrechtszentrum Wjasna ist auch Ex-Präsidentschaftskandidat Nikolai Statkewitsch freigekommen. Über eine Freilassung der bekannten Oppositionellen Maria Kolesnikowa ist hingegen nichts bekannt.












