Die Münchner Wohnen lenkt ein: Das städtische Unternehmen hat beschlossen, einige überhöhte Mieten im Hohenzollernkarree zu senken. Dies teilte es in einer Pressemeldung am Freitagmorgen mit. In insgesamt acht Fällen sei die Miete korrigiert und an den Mietspiegel angepasst worden, so ein Sprecher des öffentlichen Wohnungskonzerns, inklusive Rückerstattung der überzahlten Beträge seit der Übernahme der Altverträge im Januar 2024.
Im Herbst 2022 hatte die Stadt das Hohenzollernkarree, eine Anlage mit 230 Wohnungen im Herzen Schwabings, von privaten Investoren für 125 Millionen Euro abgekauft. Dabei wurden laut Münchner Wohnen 183 alte Mietverträge übernommen. Als bekannt wurde, dass die Bewohner einiger dieser Wohnungen Mieten weit über dem ortsüblichen Mietspiegel zahlten, machte die Opposition im Stadtrat Druck und forderte eine Korrektur der Mietpreise.
Zunächst war die Münchner Wohnen jedoch nicht bereit zu Anpassungen an den Mietspiegel, obwohl die damalige eigene Aufsichtsratschefin und Dritte Bürgermeisterin Verena Dietl (SPD) eine klare Aufforderung dazu formuliert hatte. Das Unternehmen verwies darauf, dass die Neuvermietungen im Karree auf Mietspiegel-Niveau bei gut 15 Euro pro Quadratmeter lägen.








