Wer in Bayern heute eine Wohnung mieten will, zahlt deutlich mehr als noch vor fünf Jahren. Um 30 Prozent und mehr sind die Mietpreise mancherorts gestiegen, vor allem im Süden Bayerns, aber auch im Allgäu oder in der Oberpfalz. Das zeigen Daten aus allen kreisfreien Städten des Freistaats, die das Immobilienportal Immoscout24 der SZ zur Verfügung gestellt hat.

Am teuersten wohnt man demnach weiterhin in der Landeshauptstadt München. 21,40 Euro pro Quadratmeter gaben Mieterinnen und Mieter dort bei Neuvermietungen zuletzt aus – und damit knapp sechs Euro mehr als 2020. Ebenfalls stark angezogen haben die Preise in Weiden in der Oberpfalz und in Kempten im Allgäu. In letzterer Stadt zahlten Mieter vor fünf Jahren noch 8,55 Euro pro Quadratmeter. Nun sind es 11,13 Euro.

Die Daten beziehen sich auf Preise von Wohnungen, die auf Immoscout24 angeboten und mindestens drei Jahre zuvor nicht modernisiert wurden. Damit sind in der Statistik hauptsächlich Bestandswohnungen erfasst; bei Neubauten liegt der Quadratmeterpreis oft zwei, drei Euro höher. Und: Alle Preise sind kalt, durchschnittlich fürs jeweils erste Jahresquartal und nicht inflationsbereinigt. Am ehesten kann man sie sich daher als eine Art Annäherung an die Realität vorstellen. Andere Erhebungen mit anderen Rahmenbedingungen können zu anderen Ergebnissen kommen.