Die Preise für Häuser und Wohnungen in München steigen nach zwei Jahren des Abschwungs wieder an – und das nicht nur dort. Vielmehr ist die vorwiegend durch den Zinssprung ausgelöste Talfahrt auch in den anderen Großstädten der Region vorüber, wie ein Spezialreport des Immobilienverbands Deutschland (IVD) Süd zeigt. Dieser betrachtet die Märkte in München, Augsburg, Ingolstadt und Rosenheim, die eng miteinander verwoben sind. „Man kann sich das vorstellen wie einen Flottenverbund“, sagt Stephan Kippes, Leiter des IVD-Marktforschungsinstituts. „Das dickste Schiff ist München.“ Und die anderen drei Städte schwimmen hinterher.

Und dennoch können Münchnerinnen und Münchner nach wie vor viel Geld sparen, wenn sie beim Hausbau oder dem Kauf einer Immobilie in eine der nahen Großstädte umziehen. Am stärksten ist das Gefälle nach Augsburg und Ingolstadt. Dort liegen die durchschnittlichen Baugrundpreise bei knapp einem Drittel der 2800 Euro je Quadratmeter, die in München aufgerufen werden.

Auch ein Einfamilienhaus im Bestand, das in der Landeshauptstadt gut 1,8 Millionen Euro kostet, gibt es in Augsburg und Ingolstadt deutlich günstiger – für 730 000 respektive 600 000 Euro. Nicht ganz so groß ist laut IVD-Report der Unterschied bei Eigentumswohnungen: Hier kommen die beiden Nachbarstädte auf circa 50 Prozent der Münchner Durchschnittspreise, die im Bestand bei 7700 Euro je Quadratmeter liegen.