Der Bayerische Wald ist die wahrscheinlich seltsamste Gegend des ohnehin seltsamen Freistaats Bayern. Man nimmt sich als Reporter ja oft vor, beispielsweise Mittelfranken genauer zu erkunden. Ornbau, Spalt, Wassertrüdingen. Aber dann findet man sich doch wieder auf der Autobahn A92, das Auto kennt den Weg, es weiß von selbst, wo sich sein Besitzer immer die Schnitzelsemmel holt und fährt dort automatisch rechts ran.

Hinter Deggendorf baut sich der Wald mit all seinen Geheimnissen auf. Hier trifft man Menschen, die den Lauf der Zeit komplett aus eigener Anschauung erklären können. Wie erst neulich am Rande einer Veranstaltung in einem Dorf, eine halbe Stunde entfernt vom nächsten Bahnhof, 30 Prozent AfD-Wähler. Die Anreise von München mit öffentlichen Verkehrsmitteln dauert drei bis fünf Stunden. Immerhin hat der Freistaat dort zusammen mit der EU ein Bürgerhaus hingestellt, dass es einem – um es mal salopp zu sagen – das Aug’ raushaut.

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