München (dpa/lby) - Aus Sicht des früheren bayerischen Finanzministers Erwin Huber sollte der Freistaat in Zeiten klammer kommunaler Kassen Schulden machen.„Ich glaube, Bayern muss sich vom ausgeglichenen Haushalt verabschieden“, sagte der Ex-CSU-Chef der „Süddeutschen Zeitung“ (Freitagsausgabe).
„Wenn die anderen Bundesländer die neuen Verschuldungsmöglichkeiten nutzen und Bayern nicht, weil es unbedingt keusch bleiben will, dann wird man in fünf Jahren sagen: Das ist blöd gelaufen, jetzt haben uns die anderen überholt.“
Huber warnt: Berlin könnte München überholen
Bayern sei unter einem wirtschaftlichen Wettbewerbsdruck. „Das ist kein Selbstläufer mehr, gerade in der Industrie. Wir laufen einfach Gefahr, dass wir zurückfallen“, sagte Huber.
„Man sieht ja schon im Städtevergleich, wie nah Berlin bei der Wirtschaftskraft an München herangerückt ist. Es ist damit zu rechnen, dass Berlin vorbeiziehen wird, weil die Dynamik in München nicht mehr so da ist.“







