Sein Engagement für die Umwelt sei ein Stück weit auch egoistisch, sagt Martin Laschewski: „Ich mache das auch, weil ich den öffentlichen Raum noch nutzen möchte, wenn ich 70 oder 80 bin.“ Seine größte Sorge: „Dass wir im Alter nur noch in klimatisierten Räumen sein können, weil unser Kreislauf die Hitze draußen nicht mehr verträgt“, so der 41-jährige.

Seit 2021 setzt sich Laschewski mit der Münchner Initiative „Freiraum-Viertel“ dafür ein, städtische Räume neu zu denken: Öffentliche Flächen werden temporär umgestaltet, Parkplätze weichen in der warmen Jahreszeit Holzterrassen mit Pflanzinseln. Diese sogenannten Parklets sollen neue Begegnungsorte schaffen, die Aufenthaltsqualität verbessern und die Stadt widerstandsfähiger gegen Hitze machen.

Schon mehrmals konnte die gemeinnützige Initiative so „Parkplätze in kleine grüne Oasen umwandeln“, erzählt Laschewski. In Kürze startet das nächste Projekt am Stiglmaierplatz in der Maxvorstadt. Für dieses Vorhaben wurde das „Freiraum-Viertel“ nun als eines von fünf Projekten mit dem Nachhaltigkeitspreis „Zukunftsheld:innen“ der Stadtsparkasse München ausgezeichnet.

Martin Laschewski und Sophia Rohm vom Projekt „Freiraum-Viertel“.

(Foto: Florian Peljak/Florian Peljak)