Das Gesicht der Münchner Fußgängerzone soll sich in den nächsten Jahren deutlich verändern. Die Stadt will neue Bäume pflanzen: insgesamt 150 in der Altstadt, 120 davon in der Fußgängerzone. Weil die Stadt sparen muss, bittet sie Bürger und Geschäftsleute um Geld, Motto: „Schatten spenden“. Um den Münchnern annähernd zu vermitteln, wie das Zentrum bald aussehen soll, stellt das Baureferat vorübergehend 80 Großsträucher in Pflanzkübeln an den Stellen auf, die für Bäume vorgesehen sind.
Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) und Baureferentin Jeanne-Marie Ehbauer (Grüne) stehen am Montag auf Höhe des Jagd- und Fischereimuseums und präsentieren ihren Plan. Auf einer Schautafel ist das Straßennetz der Altstadt zu sehen, darauf viele grüne Punkte. Es sind die wahrscheinlichen Standorte zusätzlicher Bäume. Auch an den Seiten des Rathauses sind welche vorgesehen. „Großartig“ finde er diese Idee, sagt Reiter. Auch viele Bürger wünschten sich mehr Grün, das erfahre er aus Zuschriften. Es gebe viel zu wenig Schatten in der Innenstadt, zugleich stiegen die Temperaturen als Folge des Klimawandels immer weiter. Also müsse die Stadt handeln.
Für ein stadtweites Pflanzprojekt für 3500 Bäume hat der Stadtrat bereits rund 50 Millionen Euro bewilligt. Die 150 Altstadt-Bäume sollen noch dazukommen. Der Stadtrat hatte das Baureferat beauftragt, nach geeigneten Standorten zu suchen; Anfang kommenden Jahres soll er das Projekt dann konkret absegnen.






