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as Problem ist ja nicht neu. Sozialleistungsmissbrauch mit Zuwanderern aus Rumänien und Bulgarien hat Duisburg und anderen Städten des Ruhrgebiets schon vor zehn Jahren zu schaffen gemacht. Kaum ist ein Jahrzehnt ins Land gegangen, will die neue Arbeitsministerin Bärbel Bas nun entschieden gegen die Machenschaften vorgehen. Die Sozialdemokratin, die selbst aus Duisburg stammt, spricht von „mafiösen Strukturen“, die man „zerschlagen“ müsse. Na endlich.

In Duisburg und einigen anderen Städten in Deutschland findet seit Jahren ein organisierter Missbrauch von Sozialleistungen statt, oft verbunden mit der überteuerten Vermietung von Zimmern in Schrottimmobilien an Zuwanderer. Die Organisatoren dieses betrügerischen Modells nutzen mangelhafte Sozialgesetze aus, über deren Wirkung man zu Recht entsetzt sein darf: Wie kann es sein, dass jemand aus einem anderen EU-Land nach Deutschland zieht, einen Minijob annimmt und damit die ganze, mitunter große Familie Bürgergeld beziehen kann? Wie kann es sein, dass Eltern aus dem Ausland ein Kind in der deutschen Schule anmelden und die Familie deshalb Bürgergeld beziehen kann, selbst wenn das Kind dem Unterricht fernbleibt? Wie kann es sein, dass zugewanderte Familien weiter Bürgergeld erhalten, obwohl sie nie zu Terminen im Jobcenter erscheinen?