Gegen Mittag holt Nacho Llorca das Schleppnetz zum zweiten Mal an diesem Tag ein. Mit einem lauten Platschen landet der Fang an Deck des weißen Kutters. Tintenfische, Doraden, Oktopusse aus dem Mittelmeer vor Ibiza, sogar ein paar Hummer sind dabei. Bei wem auch immer die morgen auf dem Teller liegen – besonders gut schmecken dürften sie nicht, wenn die Leute wüssten, dass sie hier zwischen einer alten San-Miguel-Dose und halb verrotteten Plastikflaschen lagen. Aber der Fischer hat den ganzen Müll bereits in eine blaue Tonne gestopft. Sie ist fast randvoll mit Tüten, PET-Flaschen, Joghurtbechern, Windeln, was im Meer eben so herumschwimmt. „Dabei ist das heute vergleichsweise wenig“, sagt Llorca und zieht die rutschende Arbeitshose hoch. „An manchen Tagen kommt doppelt so viel zusammen.“