Erfurt (dpa/th) - Nach dem Bruch mit der Wagenknecht-Partei hat die frühere BSW-Landeschefin Katja Wolf Unterschiede ihrer neuen Partei herausgestellt. Der inhaltliche Kern beruhe weiterhin auf Vernunft und Gerechtigkeit sowie Frieden, sagte Wolf in der MDR-Sendung „Fakt ist!“. Beim Thema Frieden habe es beim BSW aber eine Doppelmoral gegeben. „Wer die Ukraine kritisiert für Korruption oder Ähnliches, muss mindestens in derselben Schärfe Russland kritisieren. Wer Israel kritisiert, muss mindestens in derselben Schärfe die Hamas kritisieren“, sagte sie. Wolf schloss auch Kooperationen mit der AfD aus. „Wir sind angetreten mit der klaren Aussage: Keine Zusammenarbeit mit der AfD. Eine inhaltliche Auseinandersetzung, aber keine Zusammenarbeit. Bei diesem Grundkonsens sind wir geblieben“, sagte sie.Wolf lag lange Zeit im Dauerclinch mit Parteigründerin Sahra Wagenknecht. Kurz vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt gaben fast alle Abgeordneten in der Thüringer BSW-Fraktion ihren Austritt aus der Partei bekannt – darunter auch Wolf, die in Thüringen Vizeministerpräsidentin und Finanzministerin ist. Am Wochenende gründete eine Gruppe um Wolf eine neue Partei mit dem Namen Thüringen.Gerecht. Am Mittwoch löste sich die BSW-Fraktion auf und eine neue Fraktion wurde aus der Taufe gehoben. Statt der bisher 15 BSW-Mitglieder hat die neue Fraktion von Thüringen.Gerecht nur noch zehn Mitglieder, wobei ein Abgeordneter parteilos ist.© dpa-infocom, dpa:260909-930-661224/1

Nach dem Bruch mit dem Bündnis Sahra Wagenknecht haben führende Ex-BSW-Politiker in Thüringen eine neue Partei gegründet. Unter dem Namen "Thüringen gerecht" wollen Katja Wolf,…

Die Thüringer BSW-Fraktion will nach dem Austritt fast aller Mitglieder rechtliche Unsicherheit beenden. Eine neue Fraktion soll die Regierung von Ministerpräsident Mario Voigt…