Die BSW-Fraktion in Thüringen löst sich auf – und wird unter neuem Namen auferstehenDie Fraktionsmitglieder, die Ende letzter Woche aus dem Bündnis Sahra Wagenknecht ausgetreten sind, gründen eine neue Partei. Katja Wolf übernimmt wieder die Führung. Auch die Regierung soll weiterbestehen.07.09.2026, 13.09 Uhr2 LeseminutenDie stellvertretende Ministerpräsidentin Katja Wolf, die Fraktionsvorsitzende Sigrid Hupach, Steffen Schütz und weitere Mitglieder der bisherigen BSW-Fraktion gaben am Freitag auf einer Pressekonferenz im Thüringer Landtag ihren Austritt aus der Partei Bündnis Sahra Wagenknecht bekannt.ImagoDas Bündnis Sahra Wagenknecht in Thüringen zerfällt, nun hat die BSW-Fraktion im Landesparlament angekündigt, dass sie sich in einer Sitzung am Mittwoch auflösen werde. Die bisherigen BSW-Abgeordneten wollen jedoch weiterhin der Regierung angehören, deshalb werde man am Mittwoch umgehend eine neue Fraktion gründen, teilte die bisherige Fraktionsspitze am Montag in Erfurt mit.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Bereits am Sonntag hatten Vizeministerpräsidentin Katja Wolf und weitere BSW-Abtrünnige eine neue Partei namens Thüringen.Gerecht gegründet, wie es weiter heisst. Die bisherige BSW-Landesvorsitzende Wolf sei auch zur Vorsitzenden der neuen Partei gewählt worden, ihre Stellvertreter sind der Infrastrukturminister Steffen Schütz und Steffi Eschrich. Die Aufnahme weiterer Mitglieder solle nun zügig vorbereitet und anschliessend ein Parteitag einberufen werden.https://d1qvkrpvk32u24.cloudfront.net/RL/smil:EU-125a88eb-60df-43e7-8df6-cccfc6637bf1.smil/380860882640624540494327471319984438vure1ffzsnxztk9rlhk9y981ft2j/manifest.f4mZwei neue ParteienDamit haben ehemalige BSW-Fraktionsmitglieder innerhalb einer Woche zwei neue Parteien gegründet. Bereits Anfang vergangener Woche hatten drei BSW-Mitglieder die Partei verlassen und eine neue Partei namens Deine Stimme gegründet. Eine eigenständige Fraktion können sie allerdings nicht formieren, da sie nur drei Abgeordnete im Landtag stellen. Sie wollen aber als parlamentarische Gruppe ebenfalls die Regierung von Ministerpräsident Mario Voigt weiterhin stützen.Hintergrund der Vorgänge beim BSW in Thüringen ist ein Streit mit der Bundespartei. Diese agiere «immer verrückter», und davon wolle man sich distanzieren, hatten die Ex-BSW-Fraktionsmitglieder vergangene Woche erklärt. Konkret habe man die Annäherung an die AfD nicht mittragen wollen.Streit mit Wagenknecht zog sich lange hinDer Konflikt zwischen der Parteispitze und der BSW-Fraktion in Thüringen schwelte bereits seit zwei Jahren, jüngst hatte sich ein neuer Streit zwischen Sahra Wagenknecht und Wolf entfacht. Wagenknecht missfiel die Regierungsbeteiligung in Thüringen. Aus ihrer Sicht habe das BSW damit die etablierten Parteien gestützt – das Gegenteil dessen, was den Wählern versprochen worden sei. Mitte August hatte der Bundesvorstand von den Thüringern sogar verlangt, die Koalition mit CDU und SPD zu verlassen.Wagenknecht schwebt stattdessen eine lose Zusammenarbeit mit der AfD vor, unter der Führung eines überparteilichen Regierungschefs. Diese Idee brachte sie vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am Sonntag ins Spiel, und dasselbe verlangte der Bundesvorstand vom Thüringer Landesverband.Stattdessen zerfällt nun das BSW in Thüringen. Ein schwerer Schlag für die Partei, die zwei Jahre nach ihrer Gründung um ihr Überleben kämpft. Mit dem Einzug in den Landtag von Sachsen-Anhalt ist ihr aber ein Überraschungserfolg gelungen. Dieser dürfte die Spitze der Bundespartei in ihrem Kurs bestätigen.Passend zum Artikel
Neue Partei: Die BSW-Fraktion in Thüringen löst sich auf – und wird unter anderem Namen auferstehen
Die Fraktionsmitglieder, die Ende letzter Woche aus dem Bündnis Sahra Wagenknecht ausgetreten sind, gründen eine neue Partei. Katja Wolf übernimmt wieder die Führung. Auch die Regierung soll weiterbestehen.










