Hannover/Osnabrück (dpa/lni) - Das Land Niedersachsen prüft einen Einstieg beim bisherigen Volkswagen-Werk Osnabrück. Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) sagte: „Wir prüfen derzeit, ob und in welcher Form eine Beteiligung an einer möglichen industriellen Zukunftslösung für den Standort Osnabrück in Betracht kommen kann.“ Zuvor hatte die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ berichtet.„Der Erhalt und die Sicherung von Standort, Beschäftigung und Wertschöpfung am Standort Osnabrück haben für die Landesregierung höchste Priorität, daran arbeiten wir gemeinsam hart“, sagte der Ministerpräsident.Volkswagen sucht nach einer neuen Verwendung für das Werk mit rund 2.000 Beschäftigten, wenn dort 2027 die Pkw-Fertigung ausläuft. Nach früheren Angaben verhandelt der Konzern vor allem mit Rüstungsunternehmen über eine künftige Nutzung. Eine Entscheidung soll bis Ende des Jahres fallen.Kaufen und vermieten?Denkbar ist laut dem Bericht der Zeitung eine Übernahme des Werkes durch das Land Niedersachsen, möglicherweise zusammen mit dem Bund und einer weiteren Beteiligung von Volkswagen. Im Raum steht demnach ein Investment von mindestens 200 Millionen Euro. Der Standort könnte dann vermietet und zahlreiche Arbeitsplätze könnten gerettet werden.Lies, der auch im VW-Aufsichtsrat sitzt, hatte in der Vergangenheit gesagt: „Meine Vorstellung ist nicht, dass Volkswagen den Standort abgibt und andere sich darum kümmern, sondern dass gemeinsam mit neuen Partnern tragfähige Perspektiven entwickelt werden.“ Das Land Niedersachsen hält 20 Prozent der Stimmrechte im VW-Konzern. Ein Sprecher des Ministerpräsidenten sagte: „Die konkreten Strukturen einer solchen Beteiligung sind derzeit noch Gegenstand laufender Prüfungen und Gespräche“. Und weiter: „Insofern können wir zum jetzigen Zeitpunkt weder einer konkreten Beteiligungshöhe noch einem bestimmten Beteiligungsmodell vorgreifen.“Volkswagen will weiter sparenBei Volkswagen wird derzeit über weitere Sparmaßnahmen debattiert. Aktuell läuft eine Reihe von Betriebsversammlungen mit Konzernchef Oliver Blume. Im Raum steht der Abbau weiterer zehntausender Stellen. Die VW-Werke Emden, Hannover und Zwickau sowie das Audi-Werk Neckarsulm stehen auf der Kippe. Für sie gibt es laut Blume noch keine „keine wettbewerbsfähige Belegung für die 2030er-Jahre“.© dpa-infocom, dpa:260827-930-589301/1

Hannover (dpa) - Die Volkswagen-Betriebsratschefin Daniela Cavallo hat sich klar gegen Entlassungen und Werksschließungen bei VW ausgesprochen. „Wir schließen betriebsbedingte…

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