Hürtgenwald (dpa) - Der Dürener Landrat Ralf Nolten hat sich zuversichtlich über die Bekämpfung des Waldbrands im Hürtgenwald geäußert. Er habe die Hoffnung, „dass wir heute, spätestes morgen in der Situation sind zu sagen: Wir haben ein hohes Maß an Kontrolle“, sagte er. Jeder, der schon einmal gegrillt habe, wisse, dass ein Feuer erst aus sei, wenn die Asche abgelöscht und in der Tonne sei. „Das werden wir natürlich in den nächsten zwei Tagen nicht erreichen können“, sagte Nolten. „Aber so, dass wir sagen können: Ja, wir haben die Dinge so weit im Griff.“Er sei „sehr, sehr zuversichtlich“, dass der evakuierte Ortsteil Gey bald wieder freigegeben könne. Allerdings sage der Wetterdienst noch eine Gewitterzelle mit Sturmböen voraus. Hier müsse man die Entwicklung noch abwarten, so Nolten. „Das Fatalste, was wir machen könnten, wäre, dass wir sagen: Ihr könnt zurück! Und dann kommt die Gewitterzelle, und dann sagen wir anschließend: Nee, ihr müsst doch bis morgen warten.“ Er wisse natürlich: „Jeder schläft gern zu Haus im eigenen Bett, und ich teile die große Hoffnung, dass es dann auch heute Abend das eigene Bett sein wird, aber ob das so ist, können wir im Augenblick definitiv noch nicht entscheiden, sondern wir müssen die nächsten Lageberichte von 15, 17 Uhr abwarten.“© dpa-infocom, dpa:260815-930-534359/1

Mehrere Hundert Einsatzkräfte kämpfen in Hürtgenwald gegen die Flammen. Wie sich das Feuer entwickelt, könnten die nächsten Stunden zeigen.

Der Waldbrand rückt immer näher an Hürtgenwald heran. Ein Ortsteil wurde bereits evakuiert. Nun bekommt die Feuerwehr wieder Hilfe aus der Luft.