Coswig (dpa/sa) - Bei einem Feuer in einer Schweinemastanlage in Coswig (Landkreis Wittenberg) sind Schätzungen zufolge rund 20.000 Schweine gestorben. Fünf Feuerwehrleute wurden bei den Löscharbeiten leicht verletzt, wie die Polizei mitteilte. Ein Polizeisprecher ging von einem Schaden in Höhe von rund neun Millionen Euro aus. Die Feuerwehr löschte den Brand. Zuvor hatte der Mitteldeutsche Rundfunk über den Brand berichtet. Wind erschwert LöscharbeitenNach Angaben der Polizei brach das Feuer gegen 0.55 Uhr im Inneren des Schweinemastbetriebs im Coswiger Ortsteil Düben aus und griff auf die Stallungen über. Durch starken Wind breitete sich der Brand während der Löscharbeiten rasch aus, sodass zwei Schweineställe komplett in Brand gerieten. Im Zuge der Löscharbeiten wurden die Tore der Stallungen geöffnet, wodurch vereinzelt noch Tiere entkamen. Einige Tiere wurden so gerettet.Durch umherfliegende Asche kam es zudem zu kleineren Bränden auf einem angrenzenden Feld, die von den Einsatzkräften gelöscht wurden. An den Löscharbeiten waren den Angaben zufolge rund 100 Feuerwehrleute aus mehreren Orten beteiligt.Nicht der erste Brand in einer MastanlageBrände in Schweinemastanlagen hat es in Sachsen-Anhalt bereits mehrfach gegeben. Dabei kamen in den vergangenen Jahren ebenfalls Tausende Tiere ums Leben.Die Tierschutzorganisation Peta kündigte unterdessen an, Strafanzeige gegen die Verantwortlichen zu erstatten. Nach Angaben der Organisation wurden seit Beginn dieses Jahres bundesweit bereits 25 Stallbrände öffentlich bekannt, bei denen Tiere ums Leben kamen. Peta fordert strengere Brandschutzvorgaben in Tierhaltungsbetrieben und verweist auf mögliche Verstöße gegen tierschutzrechtliche Bestimmungen.© dpa-infocom, dpa:260715-930-386642/4

In Coswig hat die Feuerwehr einen Brand in einer Schweinemastanlage gelöscht. Rund 20.000 Tiere sind gestorben. Der Schaden geht in die Millionen Euro.

Beim Brand auf einem Großbetrieb in Sachsen-Anhalt sind etwa 20.000 Schweine verendet. Mehrere Ställe standen laut Behördenangaben in Flammen. Die Ursache ist noch unklar.