Tierschützer kritisieren seit Langem mangelnden Brandschutz in großen Schweinemastanlagen. Nun ist es in Sachsen-Anhalt zu einem Großbrand gekommen. Bei einem Feuer auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in Coswig sind ersten Schätzungen zufolge rund 20.000 Schweine gestorben. Vier Feuerwehrleute wurden bei dem Einsatz leicht verletzt, wie der Landkreis Wittenberg mitteilte.

Laut MDR waren bis zu hundert Feuerwehrleute im Einsatz. Diese öffneten die Tore der Ställe, sodass einzelne Tiere fliehen konnten. Umherfliegende Asche löste den Angaben zufolge mehrere kleine Brände auf einem angrenzenden Feld aus, die aber gelöscht werden konnten.Der Brand ist laut Feuerwehr in der Nacht zum Mittwoch ausgebrochen. Am Mittwochmorgen sei das Feuer unter Kontrolle gewesen. Eine spezielle Einsatzdrohne mit Wärmebildkamera helfe dabei, Glutnester aufzuspüren.

Der Sender berichtete unter Berufung auf das örtliche Landratsamt, sechs Ställe seien von dem Brand betroffen. Die Polizei sprach von zwei Stallungen, die komplett abgebrannt seien. Wie es zu dem Feuer kam, war zunächst unklar.Der MDR zitierte zudem einen Amtstierarzt, wonach größtenteils Ferkel und etwas ältere Jungtiere, sogenannte Läufer, verendet seien. Zudem seien 1700 Sauen gestorben. 1300 Sauen hätten das Flammeninferno demnach überlebt. Die Polizei wiederum nannte nur eine Anzahl von Tieren im unteren zweistelligen Bereich, die das Feuer überlebt hätten.