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„Wäre super“ - Zverev spielt gegen Sinner um Wimbledon-Titel

London (dpa) - Den deutschen Tennisstar Alexander Zverev trennt noch ein Coup über den italienischen Titelverteidiger und Weltranglisten-Ersten Jannik Sinner vom Wimbledon-Titel. Mit seinem erstmaligen Finaleinzug beim Londoner Rasenklassiker und dem souveränen 7:6 (7:0), 6:2, 6:4 gegen den britischen Sensations-Halbfinalisten Arthur Fery hat der French-Open-Champion noch lange nicht genug.Am Sonntag (17.00 Uhr/Prime Video) möchte sich Zverev zum ersten deutschen Sieger des populären Rasenturniers im Männer-Einzel seit Michael Stich 1991 küren. Nach seinem Paris-Triumph vom 7. Juni würde sich der Hamburger binnen fünf Wochen zum zweiten Mal zum Grand-Slam-Sieger krönen. Was ihm der Wimbledon-Titel bedeuten würde? „Wäre super, ich würde mich freuen. Ich muss am Sonntag ein vernünftiges Tennismatch spielen, das ist die Hauptsache“, sagte Zverev und zog in seinen Badelatschen von dannen. Sinner mit starkem Halbfinal-AuftrittDen Halbfinal-Hit zwischen Sinner und dem serbischen Rekord-Grand-Slam-Sieger Novak Djokovic wollte sich Zverev anschauen, wenn er seine Verpflichtungen als erster deutscher Wimbledon-Finalist im Männer-Einzel seit Boris Becker 1995 erfüllt hat. Sinner (24) hinterließ mit dem klaren 6:4, 6:4, 6:4 gegen Djokovic (39) rechtzeitig vor der Titel-Entscheidung einen starken Eindruck. Nach Worten von Zverev wird auch Bundeskanzler Friedrich Merz zum Finale anreisen, die Bestätigung dafür stand noch aus. Neunmal in Serie hat Zverev gegen den Südtiroler Sinner den Kürzeren gezogen. Doch er fühlt sich der Prüfung gewachsen. „Sobald man ein Grand-Slam-Turnier gewonnen hat, weiß man, wie es geht, und hat das Gefühl, dass man es wieder schaffen kann“, sagte die deutsche Nummer eins. „Ich werde alles dafür tun, dass ich am Sonntag mein bestes Match spielen kann.“Er hoffe, er könnte gegen einen Junior spielen, hatte Zverev noch im Siegerinterview auf dem Centre Court gescherzt. Ernsthaft fügte er dann hinzu: „Es wird nicht einfach, egal gegen wen ich spiele. Ich muss an mich glauben, dass ich gewinnen kann.“Mit einem Meisterstück im Finale würde Zverev zum erst dritten deutschen Wimbledon-Sieger im Männer-Einzel in der Profi-Ära seit 1968 aufsteigen - neben Boris Becker (1985, 1986, 1989) und Stich (1991). „Es ist erstaunlich. Dieses Grand Slam war immer das, mit dem ich am meisten gekämpft habe“, sagte Zverev, „und plötzlich bin ich im Finale von Wimbledon.“Plattform XDie SZ-Redaktion hat diesen Artikel mit einem Inhalt von Plattform X angereichertUm Ihre Daten zu schützen, wurde er nicht ohne Ihre Zustimmung geladen.Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von Plattform X angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an den Betreiber des Portals zur Nutzungsanalyse übermittelt. Mehr Informationen und eine Widerrufsmöglichkeit finden Sie unter sz.de/datenschutz.Zverev schwärmt von AtmosphäreOhne großen Jubel hatte Zverev seinen Erfolg gegen den am Ende deutlich unterlegenen britischen Außenseiter Fery quittiert. Gegen den Lokalmatadoren überzeugte der deutsche Spitzenspieler nach anfänglichen Problemen mit seiner Aufschlagwucht, seiner Grundlinienpower sowie seinem Selbstverständnis. Das Duell wurde ab dem zweiten Satz zur klaren Angelegenheit. Somit wurde Zverev vor rund 15.000 Zuschauern zum Spielverderber für die Briten und nahm ihnen den Enthusiasmus. „99,999 Prozent wollten, dass Arthur gewinnt. Aber es war eine tolle Atmosphäre, ein faires Publikum, ich habe jede Sekunde genossen“, sagte der Australian-Open-Finalist von 2025. Mit dem Finaleinzug stockt Zverev seine herausragende Grand-Slam-Saison nach dem Halbfinale bei den Australian Open und dem French-Open-Triumph auf. Die Zweifel, ob er jemals einen Grand Slam gewinnen wird, hatte der Hamburger schon in Paris ausgeräumt. Bleibt er ein One-Hit-Wonder? Dieses Fragezeichen könnte er am Sonntag löschen. Becker tippt auf Zverev-Triumph So oder so wird Zverev am Montag in der Tennis-Weltrangliste den verletzten Spanier Carlos Alcaraz verdrängen und vom dritten auf den zweiten Platz klettern. Bei jedem der vier wichtigsten Tennis-Turniere der Welt erreichte er jetzt mindestens einmal das Endspiel.„Das ist die Chance seines Lebens, und das meine ich im Ernst, Wimbledon zu gewinnen“, hatte der dreimalige Wimbledon-Sieger und einstige Kritiker Becker vor dem Halbfinale gesagt und auf Zverev als Champion getippt. Plattform XDie SZ-Redaktion hat diesen Artikel mit einem Inhalt von Plattform X angereichertUm Ihre Daten zu schützen, wurde er nicht ohne Ihre Zustimmung geladen.Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von Plattform X angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an den Betreiber des Portals zur Nutzungsanalyse übermittelt. Mehr Informationen und eine Widerrufsmöglichkeit finden Sie unter sz.de/datenschutz.Bitte der Schiedsrichterin: „Wenn möglich“ nicht so laut Zu Beginn feuerte das Publikum Fery frenetisch an. Sein Break zum 3:1 gab Zverev wieder her, die Zuschauer brüllten und sprangen in der Anfangsphase des ersten Satzes von ihren Sitzen auf. Die Schiedsrichterin bat, „wenn möglich“ nicht während der Ballwechsel laut zu werden. Zverev hatte zunächst Probleme, sich auf Tempowechsel und das Spiel seines Gegners einzustellen. Der Favorit fing fehlerbehafteter an als der Noch-Weltranglisten-114., der eine märchenhafte Geschichte schrieb. Unweit des All England Clubs aufgewachsen und in Wimbledon zur Schule gegangen, konnte Fery während des Turniers zu Hause übernachten. Als erster Wildcard-Teilnehmer seit einem Vierteljahrhundert stand er im Halbfinale.Alexander Zverev zeigte eine überzeugende Leistung. Kirsty Wigglesworth/AP/dpaEs ging im ersten Satz in den Tiebreak, den Zverev zu null für sich entschied. Die Zuschauer verloren angesichts der Deutlichkeit in diesem entscheidenden Moment ihren Enthusiasmus.Kam auf Einladung der Veranstalter per Wildcard ins Turnier: Arthur Fery. Brian Inganga/AP/dpaMit der Satzführung im Rücken kontrollierte der Tokio-Olympiasieger von 2021 deutlich das Spielgeschehen und setzte Fery zunehmend unter Druck. Sein Tempo war dem Außenseiter zu hoch und es kamen keinerlei Zweifel mehr am Ausgang des Halbfinals aus.Zverev verewigte sich somit neben Stich und Becker als deutsche Finalisten bei den Männern in der Profi-Ära seit 1968 sowie Gottfried Von Cramm (1935-37) und Wilhelm Bungert (1967) in der Turnier-Historie.© dpa-infocom, dpa:260710-930-366493/5

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