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VW-Aktionäre machen Druck – Transformation als Daueraufgabe

Wolfsburg/München (dpa) - Lob für das Ende seiner Doppelrolle als Porsche- und VW-Chef, Unmut über die schwache Entwicklung des Konzerns: Auf der VW-Hauptversammlung blies Konzernchef Oliver Blume heftiger Gegenwind entgegen. Ohne konsequente Neuaufstellung riskiere VW einen schleichenden Abstieg, warnte Tanja Bauer vom Fondsanbieter Deka Investment - und verwies auf den Bundesliga-Abstieg des VfL Wolfsburg als warnendes Beispiel. Der Gewinneinbruch um fast die Hälfte im vergangenen Jahr sei ein Alarmsignal, warnte Janne Werning von der Fondsgesellschaft Union Investment. „Diese Ergebnisentwicklung ist kein Zufall“, betonte Hendrik Schmidt vom Fondanbieter DWS. „Sie ist Ausdruck eines Systems, in dem Kontrolle, Unabhängigkeit und Verantwortlichkeit nicht funktionieren.“ Die Dividende sei „auf einem unterirdischen Niveau“, kritisierte Ulrich Hocker von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW).Die bisherigen Sparmaßnahmen reichten nicht aus, um den Konzern „endlich vor die Kurve zu bringen“, kritisierte Fondsmanager Werning. „Überkapazitäten und Ineffizienzen sind ein Mühlstein um den Hals der Kernmarke.“ Der Konzern sei eine Großbaustelle. „Hoffen auf bessere Zeiten ist keine Strategie.“ Eine tiefgreifende Sanierung sei überfällig.Blume will Sparkurs verschärfenVW-Chef Blume verteidigte seinen Kurs. „2026 haben sich die Rahmenbedingungen der Automobilindustrie nochmals verschärft“, sagte er bei dem virtuellen Aktionärstreffen in München. „Unsere Lage ist angespannt und anspruchsvoll.“ Darauf müsse der Konzern reagieren. „Da sich die Rahmenbedingungen weiter verschärfen, müssen wir unser Transformationstempo weiter erhöhen.“Blume hatte im Frühjahr ein „Zielbild Volkswagen Konzern 2030“ angekündigt und erste Eckpunkte für die Neuausrichtung genannt. „Unser über Jahrzehnte erfolgreiches Geschäftsmodell funktioniert heute so nicht mehr. Wir müssen es weiterentwickeln“, sagte er. Daran werde gearbeitet. „Weitere Entscheidungen treffen wir gemeinsam mit unserem Aufsichtsrat im Sommer.“ Ziel sei es, 2030 „weltweit der attraktivste Automobilhersteller“ zu sein. Die Umsatzrendite soll dann bei 8 bis 10 Prozent liegen. Der Umbau werde dann aber nicht abgeschlossen, fügte Blume hinzu, „Das wird eine Daueraufgabe bleiben.“ Es gehe um einen dauerhaft angelegten Transformationsprozess.„Verdienen damit nicht genug Geld“Zugleich zog Blume eine positive Bilanz der bisherigen Bemühungen. Mit neuen Modellen wie dem gerade vorgestellten elektrischen ID. Polo sei die Marke auf dem richtigen Weg. „Mit unseren Produkten stehen wir wieder vorn im Wettbewerb. Aber wir verdienen damit nicht genug Geld.“ Zwar zeigten die laufenden Sparprogramme bereits Wirkungen. Dem wirkten aber die neuen Belastungen durch Zölle, Handelsbarrieren und geopolitische Risiken entgegen. Beim geplanten Abbau von konzernweit 50.000 Stellen bis 2030 liege VW im Plan. Allein bei der Kernmarke, wo 35.000 Stellen wegfallen sollen, werde sich die Belegschaft bis Ende 2026 um 19.000 reduzieren, berichtete Blume. 28.000 freiwillige Austritte seien bereits fest vereinbart, die Fabrikkosten an deutschen VW-Standorten 2025 um mehr als 20 Prozent gesunken.Überkapazitäten werden abgebautBlume bekräftigte seine Pläne, die Kapazität der Werke weiter zu senken und Überkapazitäten abzubauen. Bis 2030 will Blume die Kapazität seiner europäischen Werke um weitere 500.000 Fahrzeuge senken - zusätzlich zum bereits laufenden Kapazitätsabbau um eine Million Fahrzeuge bis 2028. Ebenso viele sollen es in China sein, weltweit damit eine Million Autos wegfallen. Details zu einzelnen Standorten wollte Blume auch auf Nachfrage nicht nennen.„Wir benötigen wettbewerbsfähige Kosten, um im Wettbewerb zu bestehen“, sagte Finanzvorstand Arno Antlitz. „Das gilt für Materialkosten, für den Overhead, aber auch für die Kosten unserer Werke, den Fabrikkosten. Und jetzt kommt der Wettbewerb aus China nach Europa und baut im Osten und Süden Europas neue effiziente Werke. Dagegen können wir nicht mit unterausgelasteten Fabriken bestehen.“Das Aktionärstreffen fand erneut rein digital statt - wie bereits in den vergangenen beiden Jahren. Vorstand und Aufsichtsratsspitze waren dabei nicht einmal in Wolfsburg, sondern wurden aus München zugeschaltet. In Präsenz hatte Blume die eigenen Anteilseigner zuletzt 2023 empfangen. Aufsichtsratschef Pötsch soll wiedergewählt werden Auf der Tagesordnung stand unter anderem die Wiederwahl von Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch. Der 75-Jährige wurde für weitere fünf Jahre in das Gremium gewählt - mit 98,5 Prozent der Stimmen. „Mein Ziel war, ist und bleibt, meinen Beitrag zu leisten, dieses großartige Unternehmen wetterfest aufzustellen“, sagte Pötsch. Seine Wahl galt als sicher: Großaktionär Porsche SE hält mehr als 50 Prozent der Stimmrechte, zusammen mit dem Land Niedersachsen sind es mehr als 70 Prozent.Ex-Renk-Chefin Susanne Wiegand war erst vor einem Jahr in den VW-Aufsichtsrat eingezogen. (Archivbild) Stefan Puchner/dpaEinen überraschenden Rückzieher machte dagegen die zweite Kandidatin Susanne Wiegand. Die frühere Chefin des Rüstungskonzerns Renk habe ihre Kandidatur kurzfristig zurückgezogen, sagte Aufsichtsratschef Pötsch. Die 54-Jährige scheide damit zum Ende der heutigen Versammlung aus dem Gremium aus, sagte Pötsch. Wiegand war erst vor einem Jahr als Nachrückerin in das VW-Kontrollorgan bestellt worden. Jetzt sollte sie erstmals für eine volle Amtszeit in das Gremium gewählt werden.Diesel-Vergleich mit Winterkorn erneut zur AbstimmungErneut zur Abstimmung standen die Vergleiche im Diesel-Skandal, die der Konzern 2021 mit seinem früheren Vorstandschef Martin Winterkorn und mit den eigenen Manager-Haftpflichtversicherungen geschlossen hatte. 11,2 Millionen Euro sollte Winterkorn an den Konzern zahlen, im Gegenzug von weiteren Ansprüchen freigestellt werden. Darüber hatten die VW-Aktionäre bereits 2021 abgestimmt. Doch der Bundesgerichtshof erklärte die Zustimmung 2025 teilweise für nichtig. Grund waren laut VW lediglich formale Gründe und nicht inhaltliche Mängel. Der Konzern stellte die Vergleiche mit Winterkorn und den Versicherungen daher nun inhaltlich weitgehend unverändert erneut zur Abstimmung. Beide wurden am Ende mit mehr als 97 Prozent angenommen, der Beschluss zu Winterkorn sogar mit 99,99 Prozent.© dpa-infocom, dpa:260618-930-240528/6

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sueddeutsche.deStai leggendo5 h fa

VW-Aktionäre machen Druck – Transformation als Daueraufgabe

Wolfsburg/München (dpa) - Lob für das Ende seiner Doppelrolle als Porsche- und VW-Chef, Unmut über die schwache Entwicklung des Konzerns: Auf der VW-Hauptversammlung blies Konzernchef Oliver Blume heftiger Gegenwind…

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Timeline cronologica

  1. giovedì 18 giugno 2026·sueddeutsche.de

    Volkswagen lädt zur virtuellen Hauptversammlung

    Wolfsburg (dpa) - Volkswagen lädt seine Aktionäre am Donnerstag (10 Uhr) zur jährlichen Hauptversammlung ein. Konzernchef Oliver Blume muss sich dort den Fragen der Anteilseigner…

  2. giovedì 18 giugno 2026·welt.de

    VW-Aktionäre machen Druck – Transformation als Daueraufgabe - WELT

    VW-Chef Blume hält am Sparkurs fest: 28.000 freiwillige Austritte sind vereinbart, die Werke sollen weiter schrumpfen. Aktionäre zeigen sich mit der Entwicklung aber unzufrieden.

welt.de
20 h fa

VW-Aktionäre machen Druck – Transformation als Daueraufgabe - WELT

VW-Chef Blume hält am Sparkurs fest: 28.000 freiwillige Austritte sind vereinbart, die Werke sollen weiter schrumpfen. Aktionäre zeigen sich mit der Entwicklung aber unzufrieden.

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spiegel.de11 h fa

Volkswagen: Oliver Blume wirbt für seinen Sparkurs – Abbau von 28.000 Stellen fix

Mit den Produkten »verdienen wir nicht genug Geld«, sagt Volkswagen-Chef Blume auf der Hauptversammlung des Konzerns. Nun will er die Kapazitäten europäischer Werke noch weiter reduzieren.

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heise.de7 h fa

VW-Aktionäre machen Druck - Transformation als Daueraufgabe

VW-Chef Blume hält am Sparkurs fest: 28.000 freiwillige Austritte seien vereinbart, die Werke sollen weiter schrumpfen. Aktionäre zeigen sich unzufrieden.

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handelsblatt.com10 h fa

Hauptversammlung: VW-Aktionäre machen Druck – Transformation als Daueraufgabe

VW-Chef Blume hält am Sparkurs fest: 28.000 freiwillige Austritte sind vereinbart, die Werke sollen weiter schrumpfen. Aktionäre zeigen sich mit der Entwicklung aber unzufrieden.

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tagesschau.de17 h fa

Lage des VW-Konzerns: "Ein Sparprogramm allein ist keine Strategie"

Volkswagen müsse nicht nur die Kosten senken, sondern vor allem attraktive Modelle entwickeln, warnen Analysten großer Fondsgesellschaften. Auf der Hauptversammlung des Konzerns heute dürften kritische Nachfragen…

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  • giovedì 18 giugno 2026·welt.de

    Blume bekräftigt Sparkurs – Abbau von 28.000 Stellen fix - WELT

    VW-Chef Blume zieht auf der Hauptversammlung Bilanz: 28.000 freiwillige Austritte sind bereits vereinbart, der Sparkurs zeigt erste Wirkung – doch die Herausforderungen bleiben…

  • giovedì 18 giugno 2026·tagesschau.de

    Lage des VW-Konzerns: "Ein Sparprogramm allein ist keine Strategie"

    Volkswagen müsse nicht nur die Kosten senken, sondern vor allem attraktive Modelle entwickeln, warnen Analysten großer Fondsgesellschaften. Auf der Hauptversammlung des Konzerns…

  • giovedì 18 giugno 2026·faz.net

    Business-Liveticker: VW-Aufsichtsrätin Susanne Wiegand hört auf | FAZ

    VW-Chef Blume: 28.000 freiwillige Austritte fest vereinbart +++ Apple plant Preiserhöhungen für seine Produkte +++ Bosch zahlt Millionenstrafe in den USA +++ Neuigkeiten im…

  • giovedì 18 giugno 2026·spiegel.de

    Volkswagen: Oliver Blume wirbt für seinen Sparkurs – Abbau von 28.000 Stellen fix

    Mit den Produkten »verdienen wir nicht genug Geld«, sagt Volkswagen-Chef Blume auf der Hauptversammlung des Konzerns. Nun will er die Kapazitäten europäischer Werke noch weiter…

  • giovedì 18 giugno 2026·spiegel.de

    Volkswagen: VW-Chef Oliver Blume wirbt für seinen Sparkurs – Abbau von 28.000 Stellen fix

    Mit den Produkten »verdienen wir nicht genug Geld«, sagt Volkswagen-Chef Blume auf der Hauptversammlung des Konzerns. Nun will er die Kapazitäten europäischer Werke noch weiter…

  • giovedì 18 giugno 2026·handelsblatt.com

    Hauptversammlung: VW-Aktionäre machen Druck – Transformation als Daueraufgabe

    VW-Chef Blume hält am Sparkurs fest: 28.000 freiwillige Austritte sind vereinbart, die Werke sollen weiter schrumpfen. Aktionäre zeigen sich mit der Entwicklung aber unzufrieden.

  • giovedì 18 giugno 2026·heise.de

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  • giovedì 18 giugno 2026·sueddeutsche.de

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