VW-Chef Oliver Blume hat auf der Hauptversammlung des Konzerns seinen Sparkurs verteidigt. »2026 haben sich die Rahmenbedingungen der Automobilindustrie nochmals verschärft«, sagte er laut einem Redemanuskript, das der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. Die Lage sei »angespannt und anspruchsvoll.« Darauf müsse der Konzern reagieren.

Blume hatte im Frühjahr ein »Zielbild Volkswagen Konzern 2030« angekündigt und erste Eckpunkte für die Neuausrichtung genannt. »Unser über Jahrzehnte erfolgreiches Geschäftsmodell funktioniert heute nicht mehr. Wir müssen es weiterentwickeln«, sagte er. Daran werde gearbeitet. »Weitere wesentliche Entscheidungen treffen wir gemeinsam mit unserem Aufsichtsrat im Sommer.«Ziel sei es, 2030 »weltweit der attraktivste Automobilhersteller« zu sein. Die Umsatzrendite soll dann bei acht bis zehn Prozent liegen.

Blume: Verdienen nicht genug GeldZugleich zog Blume eine positive Bilanz der bisherigen Bemühungen. Mit neuen Automodellen wie dem gerade vorgestellten elektrischen ID. Polo sei die Marke auf dem richtigen Weg. »Mit unseren Produkten stehen wir wieder vorn im Wettbewerb. Allerdings verdienen wir damit nicht genug Geld.« Zwar zeigten die laufenden Sparprogramme bereits Wirkungen. Dem wirkten aber die neuen Belastungen durch Zölle, Handelsbarrieren und geopolitische Risiken entgegen.