Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Die Pressekammer des Landgerichts Frankfurt hat ein Ordnungsgeld in Höhe von 100.000 Euro gegen den Facebook-Konzern Meta wegen seiner schleppenden Löschpraxis verhängt. Laut dem Gericht wurden auf dem Netzwerk falsche Behauptungen über einen im Gazastreifen eingesetzten Soldaten gepostet und dieser zu Unrecht als Kriegsverbrecher bezeichnet. Auch sein Klarname und ein Bild von ihm seien veröffentlicht worden. Den Angaben zufolge war der Mann gegen diese Einträge in einem Eilverfahren vorgegangen. Daraufhin untersagte die Kammer Meta am 23. März 2026 die Veröffentlichung dieser „wahrheitswidrigen Einträge“ auf Facebook und drohte ein Ordnungsgeld an, sollte diese nicht beachtet werden. „Diese Anordnung wurde Meta einen Tag später zugestellt“, hieß es.Da die Einträge zunächst nicht gelöscht worden seien, habe der Soldat den Erlass eines Ordnungsgeldes beantragt. Die Post seien dann am 8. beziehungsweise 10. April von der Plattform entfernt worden. Jedoch wurde das Ordnungsgeld laut dem Gericht verhängt, da Meta für insgesamt 15 beziehungsweise 17 Tage die Unterlassungs- und Löschungsanordnung nicht beachtet hatte.Erklärung von Meta wertet das Gericht eher schulderhöhend„Dieser im Medienzeitalter erhebliche Zeitraum wiegt hier besonders schwer, weil unter Verwendung des Klarnamens und Bildnisses des Antragstellers Falschvorwürfe verbreitet wurden, wonach er Kriegsverbrechen begangen habe“, erklärte die Kammer. „Es obliegt Meta als Teil eines milliardenschweren Konzerns, seinen Betrieb so zu organisieren, dass die ihm auferlegten Verpflichtungen unverzüglich erfüllt werden können. Das gilt umso mehr, als dafür kein hoher Aufwand betrieben werden müsste.“Entsprechende Angaben von Meta zu internen Verzögerungsprozessen einschließlich Sprachhürden bewertete das Gericht eher als schulderhöhend. „Denn damit räumt Meta ein, strukturelle Fehlorganisationen bewusst aufrechtzuerhalten, die eine unverzügliche Beachtung gerichtlicher Unterlassungsgebote unmöglich machen“ hieß es. Gegen den Beschluss kann innerhalb von zwei Wochen Beschwerde eingelegt werden.Eine Stellungnahme von Meta wurde angefragt und lag zunächst nicht vor.© dpa-infocom, dpa:260608-930-189493/1

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Die Pressekammer des Landgerichts Frankfurt hat ein Ordnungsgeld in Höhe von 100.000 Euro gegen den Facebook-Konzern Meta wegen seiner schleppenden…

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Meta muss wegen zu später Löschung falscher Behauptungen auf Facebook ein Ordnungsgeld von 100.000 Euro zahlen. Die Angaben des Konzerns dazu können das Gericht nicht überzeugen -…

Meta muss wegen zu später Löschung falscher Behauptungen auf Facebook ein Ordnungsgeld von 100.000 Euro zahlen. Die Angaben des Konzerns dazu können das Gericht nicht überzeugen -…

Weil Meta Einträge auf Facebook zu spät entfernt hatte, verhängte das Landgericht Frankfurt ein Ordnungsgeld gegen den Konzern. Die Kammer kritisiert daneben auch die von Meta…

Auf Facebook waren einem Mann fälschlicherweise Kriegsverbrechen unterstellt worden. Trotz Gerichtsentscheidung löschte Meta den Post nur verzögert und muss zahlen.

Meta muss wegen zu später Löschung falscher Behauptungen auf Facebook ein Ordnungsgeld von 100.000 Euro zahlen. Das Gericht wertete die Erklärungsversuche des Konzerns sogar…

Auf Facebook waren einem Mann fälschlicherweise Kriegsverbrechen unterstellt worden. Meta löschte den Post nur verzögert und muss dafür 100.000 Euro Ordnungsgeld zahlen.

Bei Facebook wird ein israelischer Soldat zu Unrecht beschuldigt, ein Kriegsverbrecher zu sein. Einer Löschanordnung kommt der Konzern erst zwei Wochen später nach. Das hat nun…

Nach vereitelten Phishing-Angriffen wirft Meta der NSO Group vor, gegen eine vom Gericht verhängte dauerhafte Unterlassungsverfügung verstoßen zu haben.