Berlin/München (dpa) - Der stellvertretende CSU-Vorsitzende Manfred Weber sieht in seiner Partei keine Führungsdebatte um CSU-Chef Markus Söder. „Es gibt in der CSU derzeit keine Führungsdiskussion, dass man Markus Söder infrage stellt. Wir wollen gemeinsam arbeiten“, sagte Weber in der ARD-Sendung „Maischberger“.„Wir werden uns als CSU in den nächsten Wochen, Monaten strategisch neu aufstellen, und wir werden überlegen, wie wir in diese Wahl miteinander gehen“, sagte Weber, der in Brüssel Partei- und Fraktionsvorsitzender der Europäischen Volkspartei (EVP) ist. Und dann werde auch überlegt, wer das Führungspersonal sein werde. Weber hatte zuvor eine Neuausrichtung der CSU gefordert und vor wenigen Tagen mit einem an zahlreiche Mandatsträger verschickten „Pfingstbrief“ für Aufmerksamkeit gesorgt - und dabei Unterstützung vom CSU-Ehrenvorsitzenden und Ex-Bundesminister Theo Waigel bekommen. Weber verwies bei „Maischberger“ darauf, dass die CSU bei den Kommunalwahlen in Bayern schwere Niederlagen erlitten habe. „Und ich glaube, dass jetzt ... angesichts der Zeit, dass wir zwei Jahre bis zur nächsten Landtagswahl haben, der richtige Moment ist, strategisch zu überlegen, wie wir dann in die Zukunft gehen.“ Er finde es ein wenig schade, dass dann immer gleich mit der Personalkeule und einer Personaldebatte gekommen werde, sagte Weber.© dpa-infocom, dpa:260603-930-170051/1

Webers Pfingstbrief und die Folgen: Wackelt Söder oder kommt Kritik nur vereinzelt? Die SZ hat sich an der CSU-Basis umgehört.

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Ein Brief, Unterstützung von Theo Waigel und viel Gesprächsstoff: Warum Manfred Weber trotzdem jede Führungsdebatte um CSU-Chef Markus Söder ausschließt.

CSU-Vize Manfred Weber sieht nach eigenen Angaben keine Führungsdiskussion in seiner Partei. Zuvor hatte sich der Europapolitiker für eine Neuausrichtung ausgesprochen.