Köln/Dresden (dpa/sn) - Die rund 33.000 Radebeuler sind laut einer Studie im sächsischen Vergleich am besten versorgt mit Ärzten, Schulen, schnellem Internet und vielen anderen Infrastruktur-Angeboten. Das geht aus dem „IW-Gemeindecheck Daseinsvorsorge“ hervor, den das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag des Tabakkonzerns Philip Morris erstellte. Bundesweit schafft es Radebeul auf den siebten Platz.Ausgewertet wurden nach Angaben der IW-Gesellschaftsforschung 17 Indikatoren in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Mobilität, Digitales und Freizeit. Zuerst hatte das Nachrichtenmagazin „Spiegel“ darüber berichtet.Ostdeutsche Städte erzielen öfter Topwerte als westdeutscheDen zweiten Platz in Sachsen belegt Markkleeberg (Rang 25) - noch vor dem benachbarten Leipzig (Rang 28) und der Landeshauptstadt Dresden (Rang 43). 125 von insgesamt 418 sächsischen Gemeinden erhielten die Einstufung „sehr gut“ - das entspricht einem Anteil von rund 30 Prozent. Der Freistaat liegt damit im ostdeutschen Durchschnitt. Denn: 30 Prozent der ostdeutschen Städte werden als „sehr gut“ versorgt eingestuft, unter den westdeutschen Städten sind es nur knapp 20 Prozent.Auch am unteren Ende des Rankings der deutschlandweit 10.817 Gemeinden ist Sachsen allerdings vertreten: Trossin in Nordsachsen liegt auf Rang 10.458 und Liebstadt in der Sächsischen Schweiz auf Rang 10.408. Wie in 30 weiteren Gemeinden im Freistaat wird die Daseinsvorsorge dort als „sehr schlecht“ eingestuft.Bayerische Stadt auf Platz 1Bewertet wurden etwa die Versorgung mit Kitas und Schulen, die Anbindung an Autobahnen, Nahverkehr und Flughäfen und die Erreichbarkeit von Ärzten, Apotheken, Pflegeeinrichtungen, Theater, Museen, Schwimmbäder, aber auch die Mobilfunkabdeckung und die Breitbandverfügbarkeit. Auf Platz 1 landete die bayerische Stadt Haar bei München, Schlusslicht ist Hirschthal in der Südwestpfalz.Im Vergleich der Flächenländer liegt Nordrhein-Westfalen vorn: Mehr als jede zweite NRW-Gemeinde falle in die Kategorie „sehr gut“ versorgt - insgesamt 86 Prozent in eine der beiden Top-Kategorien „sehr gut“ und „gut“, teilte das IW in Köln mit. Am anderen Ende steht Mecklenburg-Vorpommern: Dort gilt demnach mehr als jede zweite Gemeinde als „sehr schlecht“ versorgt.© dpa-infocom, dpa:260525-930-127629/1

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