Nürnberg (dpa) - Bei anhaltender Krisenstimmung hellt sich die Verbraucherstimmung in Deutschland auch im Mai nicht entscheidend auf - sie gibt aber immerhin auch nicht weiter nach. Die Einkommenserwartungen, die sich mit Beginn des Iran-Krieges deutlich eingetrübt hatten, fallen aktuell merklich positiver aus als noch im April. Die Anschaffungsneigung bleibe trotz leichtem Anstieg weiter verhalten und die Sparneigung sei erneut leicht rückläufig, gaben die Institute GfK und NIM zu ihrer aktuellen Konsumklimastudie bekannt. Zuletzt hatte das Konsumklima in Deutschland vor allem wegen des Krieges im Iran und seiner Folgen deutlich nach unten tendiert. „Die Belastungen durch den Konflikt im Nahen Osten bleiben aber in der Grundtendenz bestehen und sind im Konsumklima weiterhin sichtbar“, sagte der NIM-Konsumexperte Rolf Bürkl. Da der Konflikt aber bisher nicht weiter eskaliere, wirke er sich derzeit nur bedingt auf die Verbraucherstimmung aus.Mehrheit rechnet mit Verschlechterung der SituationDie Mehrheit der Verbraucher rechne mit einer Verschlechterung der Situation in den nächsten zwölf Monaten. Ebenso gingen die Verbraucher von weiter steigenden Preisen aus. Dennoch sei die Sparneigung den dritten Monat in Folge leicht zurückgegangen - allerdings auf ein Niveau, das im langfristigen Vergleich noch immer hoch ist und nur knapp unter dem zu Jahresbeginn liegt.Für die Studie haben die Nürnberger Konsumforscher zwischen 30. April und 11. Mai 2000 Menschen befragt. Auftraggeber für die Erhebung ist die EU-Kommission.© dpa-infocom, dpa:260522-930-114534/1

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