PfadnavigationHomeRegionalesNordrhein-WestfalenHunderte Denkmäler öffnen in NRW ihre TürenStand: 04:03 UhrLesedauer: 2 MinutenMacht als eines von hunderten Denkmälern in NRW seine Pforten am «Tag des offenen Denkmals» mit: das Haus Bürgel in Monheim. (Archivbild)Quelle: Marcel Kusch/dpaViele Eigentümer und Initiativen zeigen am «Tag des offenen Denkmals» ihre architektonischen und baugeschichtlichen Schätze. Wie man sich durchs Programm findet – und welche Ziele besonders lohnen.Zum «Tag des offenen Denkmals» öffnen an diesem Sonntag hunderte historische Gebäude in Nordrhein-Westfalen ihre Türen. An vielen Orten bieten Eigentümer oder ehrenamtliche Initiativen Führungen oder besondere Aktionen für Besucherinnen und Besucher. Der Besuch ist in der Regel kostenfrei.Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) koordiniert die bundesweite Veranstaltung und hat den Tag dieses Mal unter das Motto «Netzwerke: Denkmale & Infrastruktur» gesetzt. Damit sollen in diesem Jahr Denkmäler in den Mittelpunkt rücken, die die Gesellschaft versorgen oder vernetzt halten, etwa Zechen, Industriebetriebe, aber auch Brücken, Tunnel oder Verkehrsmittel, so die DSD.Orientierung im vielfältigen Programm per AppEinen vollständigen Überblick über das vielfältige Programm bietet die Homepage der Stiftung, auf der Interessierte je nach Zielort oder Art des Baudenkmals suchen können. Eine kostenfreie App für das Handy mit vielen Suchfunktionen soll bei der Planung und beim Navigieren von Denkmal zu Denkmal helfen. Achtung: Einige der Programmpunkte erfordern eine vorherige Anmeldung.Als besondere Höhepunkte im Programm für Nordrhein-Westfalen nennt die DSD etwa das Funkhaus Wallrafplatz in Köln oder die Drehbrücke im Deutzer Hafen. Bereits angemeldete Besucher können auch in den denkmalgeschützten Kronleuchtersaal hinabsteigen: Einem nach wie vor in Betrieb befindlichen Teil des Kölner Abwassersystems, zu dessen Einweihung ein Kronleuchter aufgehängt wurde.Ein Neuling unter den DenkmälernIn Bochum wird pünktlich zum Aktionstag ein knapp vier Jahrzehnte altes Bauwerk unter Denkmalschutz gestellt: Die Haltestelle «Deutsches Bergbau-Museum» der U-Bahn-Linie 35 ist damit nach Angaben der Stadt die erste denkmalgeschützte U-Bahn-Station Nordrhein-Westfalens. Führungen und Aktionen gibt es auch nebenan im großen Museum zur Bergbaugeschichte mit seinem weithin sichtbaren Förderturm.Wer es historischer mag: Für Führungen geöffnet wird auch die Burg Kleinbüllesheim in Euskirchen, deren Anfänge ins 14. Jahrhundert zurückreichen. Auch die im 13. Jahrhundert errichtete Brüderkirche des Augustiner-Eremiten-Klosters in Lippstadt ist zu besichtigen und lockt mit mehreren Konzerten und Tanzvorstellungen.Auf eine noch längere Geschichte blickt das Haus Bürgel in Monheim am Rhein zurück: Das ehemalige Römerkastell beherbergt heute ein Museum, eine biologische Station und eine Kaltblut-Pferdezucht. Am Sonntag gibt es Führungen, Familienprogramm und Planwagenfahrten.Der jährlich am zweiten Sonntag stattfindende «Tag des offenen Denkmals» ist nach Angaben der Stiftung die größte Kulturveranstaltung Deutschlands. Er soll auf die Bedeutung von Denkmalschutz und Denkmalpflege aufmerksam machen.dpa-infocom GmbH