Der mit Spannung erwartete Börsengang des ChatGPT-Entwicklers OpenAI wird in diesem Jahr nach Angaben von Firmenchef Sam Altman nicht mehr über die Bühne gehen. Er verwies in einem Interview des Magazins „Fortune“ vor allem auf die aktuelle Debatte um die Gefahren hochentwickelter Künstlicher Intelligenz. „Man wäre schlecht beraten, genau jetzt an die Börse zu gehen“, sagte Altman. „Sicherheit und Ausrichtung“ seiner Modelle nannte er als Teil der Aufgaben, die noch bewältigt werden müssten.
Auf die Nachfrage, ob er sich auch den Verzicht auf einen Börsengang im kommenden Jahr vorstellen könnte, erwiderte Altman: „Ich würde sagen, nicht 2026.“ OpenAI dürfte beim Börsengang nicht nur Dutzende Milliarden Dollar einnehmen, sondern auch eine sehr hohe Bewertung erzielen. Bis zu einer Billion US-Dollar werden geschätzt. Die Aktienplatzierung wird schon länger geplant.
Seit Wochen gibt es große Sorgen um Risiken Künstlicher Intelligenz, die vor allem von Hacking-Angriffe durch KI-Modelle ausgelöst wurden, die sich in Testläufen selbstständig gemacht hatten. Nicht nur im Fall Hugging Face, auch andere Onlinedienste wurden durch künstliche Intelligenzen attackiert.
Die Debatte wurde in den vergangenen Tagen noch von einem Forscher der KI-Firma Anthropic angeheizt, der mit einer drastischen Warnung zurücktrat. Die großen Entwickler Künstlicher Intelligenz handelten unverantwortlich „und spielen mit unseren Leben“, betonte der Entwickler Jacob Coxon.









