Die dänisch-ägyptische Regisseurin May El-Toukhy ist beim Filmfestival in Venedig für ihren Film »Woman Unknown« mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet worden. El-Toukhy nahm den Hauptpreis des renommierten Festivals am Abend am Lido entgegen.Die zweitwichtigste Auszeichnung der Filmfestspiele, der Große Preis der Jury, ging an »Possible Love« von Lee Chang-dong aus Südkorea. Der Dokumentarfilm »NAZA« von Yuval Abraham und Rachel Szor über die israelischen Luftangriffe im Gazastreifen gewann den Spezialpreis der Jury.
Die Geschichte einer jungen Frau in der Nachkriegszeit»Woman Unknown« erzählt die Geschichte einer Hausangestellten in der Zeit nach dem Zweiten Weltkriegs in Dänemark. Die junge Frau steht kurz davor, ihren Arbeitgeber zu heiraten, doch ein Geheimnis aus ihrer Vergangenheit droht ihre Pläne zunichte zu machen: Während der Besatzungszeit hatte sie eine Affäre mit einem deutschen Soldaten. In der von Rache geprägten Nachkriegszeit setzt sie nun alles aufs Spiel, um ihre mühsam aufgebaute Existenz vor der Entlarvung zu schützen.
Die Hauptdarstellerin des Films, Mathilde Arcel, wurde in Venedig als beste Schauspielerin ausgezeichnet. John Malkovich wurde für seine Rolle als CIA-Agent in dem Film »Wild Horse Nine« als bester Schauspieler geehrt.Der aus Russland stammende Ilja Chrschanowski bekam für »Dau« den Preis für die beste Regie. Für das beste Drehbuch wurde Regisseur und Drehbuchautor Stéphane Brizé für »Un bon petit soldat« geehrt, gemeinsam mit Coralie Amédéo und Olivier Gorce.










