Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat sich erstmals über den Wahlerfolg der AfD in Sachsen-Anhalt geäußert. In einem am Samstag veröffentlichten Interview mit der italienischen Zeitung »Il Foglio« kritisierte sie die sogenannte Brandmauer in Deutschland und in anderen europäischen Ländern. »Wie man sieht, ist das eine Strategie, die nicht funktioniert.« Parteien, die »Verteidigung von Identität, Kampf gegen illegale Masseneinwanderung und die Gefahr einer Islamisierung Europas« thematisierten, seien in ganz Europa erfolgreich, so Meloni. Die 46-Jährige ist zugleich Vorsitzende der postfaschistischen Partei Fratelli d’Italia (Brüder Italiens).Die Reaktion des »Establishments« sei es häufig gewesen, »Brandmauern zu errichten, anstatt Sachfragen inhaltlich anzugehen«, sagte Meloni im Interview. Man müsse »Anliegen anhören und eine Antwort darauf finden«. Sie betonte, dass der »politische Kontext« in Italien und Deutschland jedoch unterschiedlich sei.
Meloni und die AfD trennt der Umgang mit RusslandIm Europäischen Parlament gehören ihre Partei und die AfD unterschiedlichen rechten Blöcken an. Die Abgeordneten der Fratelli d’Italia sind Teil der Fraktion Europäische Konservative und Reformer. Die AfD gründete nach der Europawahl 2024 gemeinsam mit Parteien wie der französischen Reconquête! die Fraktion Europa souveräner Nationen (ESN).











