Keinen Bock aufs Büro, aber Home-Office ist ebenfalls keine Option? Der Mitbewohner nervt, aber in der Bibliothek will das Schreiben der Bachelorarbeit ebenfalls nicht funktionieren? Die Abgabe für das neue Projekt naht, aber daheim will die Kreativität beim Starren auf die weiße Wand einfach nicht in Gang kommen? Die SZ-Redaktion hat acht Cafés getestet, in denen Laptops erwünscht sind – und man noch dazu guten Kaffee bekommt.Café See-UIm Café See-U gegenüber von der Technischen Universität ist Lernen und Arbeiten ausdrücklich erwünscht, man kann aber auch nur für einen Kaffee auf der Terrasse vorbeikommen.Foto: Robert HaasMit einem Kaffee-Matcha können sich diejenigen, die zum Lernen oder Arbeiten ins Café See-U kommen, die notwendige Extraportion Koffein holen. Auch sonst gibt es in dem Café in der Maxvorstadt eine große Auswahl an Matcha-Kreationen, alternativ kostet der Espresso dauerhaft nur einen Euro. Lernen ist im See-U gleich gegenüber von der Technischen Universität ausdrücklich erwünscht, Steckdosen gibt es reichlich, Wlan ebenso. Besonders fleißig arbeiten lässt sich im hinteren, ruhigeren Teil, zu dem eine kleine Treppe hinaufführt. Besonders gemütlich sitzt man dagegen an den höhergelegenen Tischen am Fenster.See-U Café, Luisenstraße 41Café BuchwalskyStarkes Wlan und reduzierte Preise für Studenten gibt's im Café Buchwalsky.Foto: Catherina HessDas Café Buchwalsky ist kein Ort, der versucht, den betont günstigen Café-Ketten Konkurrenz zu machen, die in den vergangenen Monaten auch in Nähe der Barer Straße, also unweit der Uni aufgetaucht sind. Vielmehr ist es ein gemütliches Café mitten im Maxvorstädter Gewusel. Ein Cappuccino kostet hier vier Euro, in Kombination mit einem Bananenbrot zahlt man acht Euro. Neben dem Frühstück gibt es einen Mittagstisch, Studentinnen und Studenten bekommen 20 Prozent Rabatt. Perfekt also, um hier auch länger zu arbeiten, zumal mit bestem Wlan.Café Buchwalsky, Barer Straße 74Café SoleyEntweder auf der Terrasse oder drinnen: Im Café Soley kann man arbeiten oder auch einfach nur ein Buch lesen.Foto: Catherina HessDie Betreiber des Café Soley im Dreimühlenviertel setzen wie die Vorgänger vom Café Zimt auf Brunch, Kaffee und Kuchen. Neuerdings gibt es aber auch noch Daydrinking auf der großen Sonnenterrasse, dort unter der Woche zu arbeiten, ist tagsüber trotzdem kein Problem. Gäste-Wlan gibt es zwar nicht, dafür mit Gerichten wie „Loaded Banana Bread“, Kimchi-Cheese-Sandwich oder der türkischen Eierspeise Menemen eine Auswahl an kleinen Snacks und ordentlichen Sattmachern, die das Arbeiten erleichtern und das noch dazu zu fairen Preisen: Kein Gericht kostet mehr als zwölf Euro.Café Soley, Ehrengutstraße 9BacibaciHerrlich unaufgeregt und deshalb ideal für alles, auch zum Arbeiten: die Tagesbar Bacibaci.Foto: Stephan RumpfDas Bacibaci ist keiner dieser durchgestylten Läden, die einen opulenten Brunch anbieten. Vielmehr ist die Tagesbar in der Maxvorstadt ein herrlich unaufgeregter Laden, der genau deshalb das Potenzial zum Lieblingscafé hat: Man kann hier entspannt eine Kleinigkeit snacken – leckere Stuffins, gefüllt mit Trüffel, Spinat und Ricotta zum Beispiel –, sich mit Freunden auf einen Kaffee treffen und abends einen Spritz im Schanigarten schlürfen. Oder eben lernen und arbeiten. Das allerdings laut Betreiberin Sinah Steinhart bevorzugt unter der Woche, wenn weniger los ist – aber wer arbeitet auch schon gern am Wochenende? Steckdosen jedenfalls gibt es reichlich, nur mit Internet muss man sich selbst versorgen.Bacibaci, Georgenstraße 103Lost WeekendWer ins Lost Weekend ohne Laptop kommt, fällt fast schon auf. Foto: Robert HaasPraktisch direkt neben der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) liegt das Lost Weekend, das sich selbst als Co-Working-Space mit integrierter Buchhandlung beschreibt. Ohne Laptop fällt man hier fast mehr auf als mit. An der Bar gibt es vegane Nervennahrung wie Overnight Oats und Wraps, ebenso das Passwort fürs Wlan. Ringsum findet man zudem gleich mehrere Copyshops – Univiertel eben. Vor allem für Studierende also der ideale Arbeitsplatz, wenn die WG-Mitbewohner nerven und einem in der Unibibliothek die Decke auf den Kopf fällt. Und nach getaner Arbeit kann man gleich fürs Feierabendbier sitzen bleiben.Lost Weekend, Schellingstraße 3A Little WestDas A Little West ist eine der kleinen Schwestern vom Lost Weekend.Foto: Catherina HessDas Café A Little West ist wohl nicht der richtige Ort für diejenigen, die nur an einem aufgeräumten Schreibtisch arbeiten können, auf dem Stifte und Lineal eine Linie bilden müssen. Denn die Einrichtung in dem kleinen Lokal im Westend, das zum Lost Weekend an der LMU gehört, ist wild zusammengewürfelt: Kein Tisch, kein Bild und kein Teppich gleicht dem anderen. Das Chaos strahlt aber eine unheimliche Behaglichkeit aus – und so fühlen sich viele hier so wohl, dass sie den Computer gar nicht mehr zuklappen möchten. Es gibt Wlan, Matcha und hervorragenden veganen Kuchen. Und wer eine Pause braucht: In den hohen Regalen stehen Bücher zum Lesen.A Little West, Westendstraße 87Café FrancescaBesonders gute Arbeitsplätze: Bänke am Fenster.Foto: Catherina HessIm Café Francesca in Schwabing lässt sich nicht nur gemütlich frühstücken, dahinter steht auch ein Konzept mit Haltung. Alles hier ist vegetarisch, zum Teil vegan und: gesundheitsbewusst. Dabei gibt sich das Francesca überhaupt nicht pedantisch, das Café überzeugt vielmehr mit leckerem Essen wie Sandwiches oder Waffeln – Letztere auf Wunsch sogar glutenfrei – und urgemütlicher Atmosphäre. Eine, die nicht nur zum Verweilen, sondern auch zum Arbeiten einlädt. Laut Betreiberin Anna Baisch ist das sogar am Wochenende möglich, sie bitte die Gäste dann lediglich, die Arbeitszeit auf maximal zwei Stunden zu begrenzen. Gäste-Wlan und reichlich Steckdosen gibt’s auch.Café Francesca, Franz-Joseph-Straße 30
München: In diesen acht Cafés lässt sich gut arbeiten
Nicht alle bieten Wlan an, die meisten aber zumindest Steckdosen und auf jeden Fall leckeren Kaffee und ordentlich Nervennahrung. Eine Auswahl der besten Cafés zum Arbeiten in München.






