OpenAI-Software steuerte vor Angriff auf Hugging Face weitere Website anSoftware auf Basis von KI-Modellen des US-Unternehmens OpenAI hat vor dem bereits bekannten Angriff auf die Plattform Hugging Face eine weitere Programmierer-Website eigenmächtig angesteuert. Laut einem Bericht des „Wall Street Journal“ von Freitag zielte die Software mittels Künstlicher Intelligenz bei einem Test auf die Programmierer-Website Rubygems ab. Demnach ereignete sich der Vorfall im Mai.Ein Sprecher von OpenAI sagte der Nachrichtenagentur AFP, dass gemäß den Erkenntnissen des Unternehmens KI-Agenten Rubygems genutzt hätten, „um auf das Internet zuzugreifen, harmlose Aufgaben auszuführen und öffentlich zugängliche Informationen abzurufen“. Der Sprecher kündigte weitere Nachforschungen an. OpenAI untersucht den Vorfall gemeinsam mit Rubygems und den Forschern, die ihn entdeckt hatten.Rubygems erklärte in einem Blogeintrag, infolge des Vorfalls hätten neu angelegte Konten vorübergehend ausgesetzt werden müssen. Bislang sei nicht klar, ob Künstliche Intelligenz hinter dem Vorfall stecke. „Unser Schwerpunkt liegt darauf, eine missbräuchliche Nutzung zu erkennen und zu verhindern, unabhängig davon, ob er von Menschen oder automatisierten Werkzeugen ausgeht“, erklärte Rubygems.Nach dem Angriff auf Hugging Face im Juli hatte OpenAI bekannt gegeben, dass auch Konten bei vier weiteren „öffentlich zugänglichen Diensten“ geknackt worden seien. Die betroffenen Unternehmen nannte OpenAI nicht. Anfang September enthüllten Forscher, dass tausende KI-Agenten von OpenAI die deutschsprachige Programmierer-Website DSEwiki kaperten. Die EU-Kommission kündigte eine Überprüfung des Vorfalls an. Evonik schließt Standorte in Hamburg und BitterfeldDer Spezialchemiekonzern Evonik will ​zwei seiner Standorte in Deutschland schließen. Die ⁠Niederlassungen in Bitterfeld und Hamburg würden im kommenden Jahr zugemacht, teilte der Konzern am ‌Freitag mit. Die dort betriebenen Geschäfte sollten an größeren Standorten konzentriert werden. In Hamburg arbeiteten ‌derzeit 50 ‌Personen im Bereich Kosmetik- und Pflegeprodukte, in Bitterfeld produzierten 40 Menschen Chlorsilane. Für die Beschäftigten würden in ​den kommenden Monaten ⁠in enger Abstimmung mit den Arbeitnehmervertretern möglichst sozialverträgliche Lösungen erarbeitet.Produktions-, Verwaltungs- ​und Laborstrukturen seien in einigen Bereichen zu stark ⁠fragmentiert, sagte Claus ‌Rettig, Interims-Vorstandsvorsitzender von Evonik. „Das führt zu unnötig hohen Kosten und schwächt unsere Wettbewerbsfähigkeit. Deshalb müssen ⁠wir Evonik auch ⁠räumlich stärker bündeln und unsere Strukturen gezielt ⁠konzentrieren, ​um ⁠effizienter zu arbeiten, Innovationen schneller ​voranzutreiben und so unsere Wettbewerbsfähigkeit zu ‌stärken.“ Russland startet 5G-Netz – iPhones vorerst außen vorRussland hat mit der Inbetriebnahme des lang angekündigten 5G-Netzes begonnen. „In 16 Städten sind 5G-Dienste gestartet, wodurch rund zehn Millionen Menschen Zugang zum schnellen mobilen Internet der fünften Generation erhalten“, erklärte das Digitalministerium in Moskau am Freitag. Allerdings können sich Nutzer von iPhones zunächst nicht in das Netz einwählen.Die russische Regierung hatte bereits 2019 Pläne für eine Umrüstung auf den neuen Mobilfunkstandard angekündigt. Doch laut russischen Medienberichten blockierte der einflussreiche Sicherheitsrat dieses Vorhaben aus Sorge, es könnte zu Überschneidungen mit von Militär und Sicherheitsbehörden genutzten Frequenzen kommen.„In aller Kürze werden Nutzer mit Android-Geräten in diesen Städten auf diese Dienste zugreifen können“, erklärte das Ministerium nun. „Der Zugang zu 5G für iPhone-Nutzer hängt von einer Entscheidung von Apple ab.“ Apple hatte sich nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine im Jahr 2022 vom russischen Markt zurückgezogen. Dennoch hat fast jeder vierte russische Smartphone-Nutzer ein iPhone. Damit die Geräte eine 5G-Verbindung herstellen können, müsste sich der US-Konzern mit russischen Mobilfunkbetreibern abstimmen. 2,6 Billionen Dollar versteckte Tech-Schulden durch KI-HochlaufDer Hochlauf Künstlicher Intelligenz (KI) wird einer Studie zufolge ​zunehmend mit versteckten Schulden finanziert. Die langfristige Verschuldung der acht führenden US-Technologiekonzerne stieg binnen ⁠eines Jahres um 86 Prozent, wie aus einer am Freitag veröffentlichten Untersuchung des Kreditversicherers Allianz Trade hervorgeht. Gleichzeitig stiegen ihre außerbilanziellen Verpflichtungen, vor allem für Rechenzentren, Energieversorgung und ‌KI-Infrastruktur, binnen eines Jahres von 573 Milliarden auf rund 2,6 Billionen Dollar. Werden diese bislang nur teilweise sichtbaren Verpflichtungen berücksichtigt, erhöht sich die tatsächliche Schuldenlast der Unternehmen ‌demnach im Durchschnitt um ‌fast 150 Prozent. Die Kreditqualität der Konzerne verschlechtere sich dadurch rechnerisch um ein bis zwei Ratingstufen.Die Kreditmärkte haben der Studie zufolge bereits reagiert. Die Risikoprämien, die ⁠sogenannten Spreads, für ‌Anleihen großer Technologieunternehmen hätten sich innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt. Allianz Trade geht jedoch davon aus, dass die Risiken damit erst teilweise eingepreist sind. „Trotz der steigenden Belastungen bleibt ⁠das unmittelbare Ausfallrisiko ⁠der Tech-Unternehmen gering“, erklärte Hirt. „Das größere Risiko liegt in einer fortgesetzten Spread-Ausweitung und damit einer schrittweisen ⁠Neubewertung ​der Bonität ⁠durch die Kapitalmärkte.“Vertriebschef verlässt PumaDer Sportartikelhersteller Puma muss ​sich einen neuen Vertriebschef suchen. Chief ⁠Commercial Officer Matthias Bäumer habe sich aus persönlichen Gründen dazu entschlossen, am 30. September ‌von seiner Vorstandsrolle zurückzutreten, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Vorstandschef Arthur ‌Höld werde übergangsweise ‌den Vertrieb und die Tochtergesellschaften des Unternehmens leiten. Bäumer werde aber dem Herzogenauracher Konzern ​verbunden bleiben und Puma ⁠im Aufsichtsrat des Fußballvereins Borussia Dortmund weiter vertreten. „Ich möchte Matthias ​für seinen Einsatz für die Marke ⁠danken, den er ‌in verschiedenen Funktionen im Unternehmen gezeigt hat, sowie für seinen Beitrag zu unserem ⁠dreijährigen Transformationsprozess. ⁠Es freut mich sehr, dass er sich ⁠bereit ​erklärt ⁠hat, uns weiterhin als ​Berater zu unterstützen“, sagte Höld. So viele Pleiten wie seit 2013 nicht mehrDie Atempause war kurz: Im Juni ist die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland wieder deutlich gestiegen. Die leichte Entspannung aus dem Mai setzte sich nicht fort. Die Amtsgerichte registrierten 2.266 Anträge auf Unternehmensinsolvenzen und damit 15,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Auch die Zahl der Verbraucherinsolvenzen legte zu und stieg um 5,1 Prozent auf 6.839 Fälle.Für das erste Halbjahr 2026 ergibt sich damit eine Gesamtzahl von 12.812 beantragten Unternehmensinsolvenzen. Einen höheren Wert für ein erstes Halbjahr hatte es laut Destatis zuletzt im Jahr 2013 gegeben. Zum Vorjahreszeitraum war es eine Steigerung um 6,7 Prozent. Die Forderungen der Gläubiger beliefen sich in den ersten sechs Monaten auf rund 18,5 Milliarden Euro nach 28,2 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Das bedeutet, dass im laufenden Jahr kleinere Verfahren angemeldet werden. Bezogen auf 10.000 Unternehmen wurden im ersten Halbjahr 36,2 zahlungsunfähig. Besonders häufig waren Unternehmensinsolvenzen im Bereich Verkehr und Lagerei (71,6 Fälle auf 10.000 Betriebe) sowie im Gast- und Baugewerbe (59,6 und 53,4 Fälle).Destatis weist darauf hin, dass Insolvenzanträge erst nach einer ersten Entscheidung des Insolvenzgerichts in die Statistik eingehen und der tatsächliche Antrag deshalb oft rund drei Monate zurückliegt. Gericht: TikTok hat Nutzer in Texas bei Jugendschutz getäuschtEin Richter im US-Bundesstaat Texas hat entschieden, ​dass TikTok gegen das dortige Verbraucherschutzgesetz verstoßen hat. Demnach hat ⁠die Videoplattform Nutzer über die Wirksamkeit ihrer Inhaltsfilter für Minderjährige und des „Eingeschränkten Modus“ zum Schutz von Kindern vor ungeeignetem Material getäuscht. Der Bundesstaat Texas ‌hatte im Januar 2025 Klage gegen TikTok eingereicht. Eine Stellungnahme von TikTok lag zunächst nicht vor.Dem Urteil zufolge hatte Texas ‌argumentiert, TikTok habe Nutzern ‌versichert, Inhalte zu entfernen, die gegen die Richtlinien des Unternehmens verstoßen. Intern habe das Unternehmen jedoch einen Teil dieses Materials als „schwer auffindbar“ statt als „nicht ​erlaubt“ eingestuft, weshalb es auf der ⁠Plattform verblieb. Richter Cory Liu urteilte, dass diese Praxis gegen das Gesetz verstößt. Er ​erklärte zudem, der „Eingeschränkte Modus“ funktioniere nicht wie versprochen. Der Fall werde nun ⁠vor Gericht ‌verhandelt, wo über das Strafmaß entschieden werde, teilte das Büro des texanischen Generalstaatsanwalts Ken Paxton mit.TikTok hatte sich erst im August darauf ⁠geeinigt, drei US-Klagen beizulegen. ⁠Darin hatten Jugendliche den Social-Media-Unternehmen vorgeworfen, ihre Plattformen gezielt süchtig machend zu gestalten ⁠und ​die ⁠psychische Gesundheit zu schädigen. Unabhängig davon ​hatte sich Meta im August bereit erklärt, zur ‌Beilegung ähnlicher Klagen in den USA bis zu 18 Milliarden Dollar ​zu zahlen. Oracle beruhigt Anleger Der US-Softwarekonzern Oracle ​hat mit seinen Quartalszahlen die Erwartungen der Wall Street übertroffen und Sorgen der Anleger über die hohen Kosten seiner ⁠KI-Investitionen zerstreut. Der SAP-Rivale wies einen überraschend hohen Auftragsbestand aus und gab weniger Geld aus als befürchtet. Dies gab den Investoren die Zuversicht, dass sich die milliardenschweren Investitionen in Rechenzentren auszahlen, ohne die Bilanz zu stark zu belasten. Die Aktie, die ‌in diesem Jahr mehr als 21 Prozent an Wert verloren hatte, legte im nachbörslichen Handel um vier Prozent zu.Entscheidend für die positive Reaktion der Anleger war, dass Oracle weniger Geld ausgab als von Analysten erwartet. Der negative freie Cashflow ‌lag im ersten Geschäftsquartal bei 5,40 Milliarden ‌Dollar, während Experten mit einem Abfluss von 9,56 Milliarden Dollar gerechnet hatten. Von den Kapitalausgaben in Höhe von 28,50 Milliarden Dollar wurde zudem ein erheblicher Teil von rund 11,36 Milliarden Dollar durch Vorauszahlungen von Kunden gedeckt. „Die neue Offenlegung der Kundenvorauszahlungen ist ein sehr positives Signal“, ​sagte Bill Birmingham, Geschäftsführer von REX Financial.Fabian DrahmouneKI-Firma Anthropic meldet Aktivitäten rund um mögliche Biowaffen-ForschungDie KI-Firma Anthropic hat in den vergangenen Monaten nach eigenen Angaben mehrere Versuche von Forschern unterbunden, verschiedene Modelle ihrer Software Claude rund um die mögliche Entwicklung von Biowaffen zu nutzen. Zugleich schränkte der Konkurrent des ChatGPT-Entwicklers OpenAI ein, dass die Ziele solcher Anfragen schwer zu ermitteln seien, da entsprechende Forschung sowohl medizinischen als auch militärischen Zwecken dienen könne. Auf jeden Fall zeigten die Versuche aber, dass Wissenschaftler aus blockierten Regionen und mit Verbindungen zu dortigen staatlichen Stellen versuchten, heimlich auf Künstliche Intelligenz amerikanischer Entwickler zuzugreifen, hieß es. Weder die Forschungseinrichtungen noch die Länder, aus denen sie stammen, wurden genannt.Anthropic führte in einem ausführlichen Bericht über versuchten Missbrauch seiner KI-Modelle fünf Fälle mit Bezug zu möglicher Biowaffen-Forschung auf. Dabei hätten die Forscher nicht konkrete wissenschaftliche Hilfe gesucht, sondern eher organisatorische Unterstützung, etwa beim Verfassen von Papieren. KI-Modelle sind grundsätzlich darauf getrimmt, Hilfestellung bei der Entwicklung biologischer Waffen zu verweigern. Bei Forschung, die sowohl der Medizin als auch militärischen Zwecken dienen könne, sei es manchmal aber schwierig, eine klare Trennlinie zwischen harmlosen und bösartigen Absichten zu ziehen, erklärte Anthropic.Fabian DrahmouneKI-Firma Anthropic wirft chinesischen Rivalen Schummelei vorDie KI-Firma Anthropic wirft chinesischen Rivalen vor, Anfragen von Nutzern heimlich zu ihr umgeleitet zu haben, statt sie mit der eigenen Software zu beantworten. Dadurch seien zum Teil auch Daten staatlicher Stellen aus China und Russland in Systemen der US-Firma gelandet, schrieb Anthropic in einem ausführlichen Bericht zu Versuchen unerlaubter Nutzung. So habe jemand Aufnahmen von Überwachungskameras unter anderem aus der Umgebung von Standorten der chinesischen Armee hochgeladen, mit dem Ziel, das Verhalten einer bestimmten Person in den Videos zu analysieren. Der Nutzer ging dabei davon aus, dass die Anfrage von der chinesischen KI-Software Kimi der Firma Moonshot ausgeführt wird. Kimi ließ sie jedoch von Anthropics Claude erledigen, wie es in dem Bericht hieß.Allein in einem Zeitraum von zehn Tagen habe Kimi fast 300.000 Kundenanfragen von Claude beantworten lassen, schrieb Anthropic. Dafür sei ein Netzwerk aus 5.380 Fake-Accounts genutzt worden.Auch die noch bekanntere chinesische KI DeepSeek fiel laut Anthropic mit solchen Tricks auf. Das habe unter anderem dazu geführt, dass zur US-Firma Anfragen mit Daten einer Behörde aus dem Umfeld des russischen Verteidigungsministeriums umgeleitet wurden. Darin enthalten gewesen seien auch gültige Einwahldaten für eine Datenbank der russischen Regierung.Emirate wollen 40 Milliarden Euro in Deutschland investierenEin Staatsbesuch von Scheich Mohammed bin Sajed al-Nahjan in Deutschland macht Hoffnung auf einen Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen. Der Staatschef der Vereinigten Arabischen Emirate traf laut Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag Bundeskanzler Friedrich Merz und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Deutschland und die Emirate vereinbarten demnach die Gründung eines deutsch-emiratischen Investitionsrats. Es gehe um Zusammenarbeit auf den Feldern Wirtschaft, Energie und Umwelt. Am Freitag wird Scheich Mohammed bin Sajed al-Nahjan in München von Ministerpräsident Markus Söder erwartet. Laut Nachrichtenagentur dpa-AFX brachte der Besuch auch eine Erlaubnis für die Fluggesellschaft Emirates, den Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) anzusteuern. Es gehe um sieben Flüge pro Woche. Der Flughafen BER gelte schon lange als Wunschziel von Emirates, auch wenn er in der Vereinbarung nicht explizit genannt werde. Erdgas so teuer wie zu Beginn des UkrainekriegsDie Angst vor Engpässen im Winter lässt den Preis für Erdgas in Europa laut Nachrichtenagentur "Bloomberg" auf den höchsten Stand seit 2022 schießen. Hintergrund ist der Irankrieg, der den Nachschub ins Stocken bringt. Die deutschen Gasspeicher sind laut Bloomberg nur zu 55 Prozent gefüllt. Auch der Ölpreis ist am Donnerstag stark gestiegen, nachdem irantreue Rebellen im Jemen eine wichtige Hafenstadt erobert hatten. Die Hoffnung auf eine Entspannung in der für die weltwirtschaftlich wichtigen Öl- und Gasförderregion ist damit fürs Erste dahin. US-Präsident Donald Trump sagte laut Bloomberg, der Krieg werde nicht vor den amerikanischen Zwischenwahlen im November enden. Damit will er offenbar demonstrieren, dass er trotz innenpolitischen Drucks bei seiner harten Linie bleibt. Diskriminierung: Gericht weist Grenzen für Entschädigung auf Wird ein Bewerber im Einstellungsverfahren diskriminiert, muss der Arbeitgeber bei einer Absage für den späteren Verdienstausfall aufkommen. Ein solcher Anspruch auf Entschädigung besteht aber nicht unbedingt lebenslang, wie das Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt am Donnerstag mitteilte. Obwohl das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz keinen zeitlichen Rahmen vorgibt, kann das Recht auf Entschädigung unter bestimmten Voraussetzungen verfallen, schreibt die Nachrichtenagentur AFP.Geklagt hatte ein Mann, der im Jahr 2009 bei der Bewerbung auf eine Trainee-Position bei der R+V Versicherung diskriminiert worden war. Das Landesarbeitsgericht Hessen verpflichtete den Arbeitgeber schon in einem Urteil von 2018 dazu, dem Mann materiellen und immateriellen Schadensersatz auf Basis des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes zu leisten. Im Zuge eines gerichtlichen Vergleichs einigten sich die Parteien 2021 auf eine Zahlung von 100.000 Euro als Entschädigung für die Jahre 2009 bis 2017. Im aktuellen Urteil forderte der Kläger eine abermalige Entschädigungszahlung für die Jahre 2020 bis 2023. Diese verwehrte das Bundesarbeitsgericht ihm aber und bestätigte damit die Entscheidungen der Vorinstanzen. Die Haftung für den Verdienstausfall des Mannes würde entfallen, sofern kein Zusammenhang zwischen der Benachteiligung und einem vermeintlichen Schaden mehr nachgewiesen werden kann. Dies sei bei dem Kläger der Fall. Der Anspruch auf eine weitere Entschädigung bestehe nicht länger, weil der Bewerber mittlerweile eine neue angemessene Beschäftigung gefunden habe, in der er fest verankert sei. Die weitere berufliche Entwicklung des Mannes sei daher nicht mehr durch die damalige Benachteiligung geprägt, sondern gehöre zum allgemeinen Lebensrisiko, erklärte das BAG (Az. 8 AZR 153/25). Vierter KI-Cybersicherheitsvorfall bei AnthropicAnthropic hat einen vierten Cybersicherheitsvorfall mit einer frühen Version seines KI-Modells Claude gemeldet. Wie die Entwicklerfirma in einem Blogbeitrag mitteilte, ereignete sich der Zwischenfall im Januar mit einer Vorabversion von Claude Opus 4.6. Die Betroffenen seien informiert worden, weitere Details nannte Anthropic nicht. Erst im Juli hatte das Unternehmen offengelegt, dass seine Modelle bei Tests in die Systeme von drei Firmen eingedrungen waren. Porsche erlöst eine Milliarde Euro mit Rimac-VerkaufDer Autobauer Porsche AG hat den ​Verkauf seiner Anteile an Bugatti Rimac und an der ⁠Rimac Group aus Kroatien abgeschlossen und erzielt dabei einen Erlös von rund einer Milliarde Euro. Die Transaktion wurde nach ‌der Genehmigung durch die Behörden am Mittwoch vollzogen, wie der Sportwagenbauer in Stuttgart mitteilte. Die entsprechenden Verträge waren ‌im April unterzeichnet ‌worden. Porsche will von dem Erlös 250 Millionen Euro für die weitere Ausfinanzierung von Pensionsverpflichtungen verwenden.Porsche sprach von einem weiteren ​Schritt bei der Fokussierung auf ⁠das Kerngeschäft. Die unter einer Absatzkrise in China leidende Volkswagen-Tochter hat den Sparkurs in ​diesem Jahr verschärft. Bis 2035 werden insgesamt fast 9000 Arbeitsplätze ⁠abgebaut, etwa jede ‌fünfte Stelle. Mehrere Randaktivitäten wurden beendet, wie die Batteriezellfertigung, oder verkauft, wie die Unternehmensberatung MHP, die zu einem Unternehmenswert von ⁠320 Millionen ⁠Euro an die indische Tata Consultancy geht.Dank des Mittelzuflusses durch ⁠den ​Verkauf der Bugatti-Rimac-Anteile ⁠erwartet der M-Dax-Konzern für ​das Geschäftsjahr 2026 nun eine höhere Netto-Cashflow-Marge ‌im Automobilbereich von 5,5 bis 7,5 Prozent. Zuvor lag die ​Prognose bei drei bis fünf ​Prozent. Mehr ladenTickarooLive Blog Software