OpenAI nach KI-Ausbruch: Hätten früher reagieren können, um Angriff womöglich zu verhindernDas US-amerikanische KI-Unternehmen OpenAI hätte früher reagieren können, um den Hackerangriff seiner KI-Modelle auf die Plattform Hugging Face zu verhindern. Das teilte das Unternehmen in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht mit. „Im Nachhinein betrachtet hätten einige der in diesem Bericht identifizierten frühen Anzeichen eine frühzeitigere Reaktion auslösen können“, schrieb das Unternehmen. Laut dem Bericht führten die KI-Modelle den Großteil des Angriffs in 13 Stunden durch.In dem Bericht erklärt der ChatGPT-Entwickler, dass das Unternehmen bereits Ende Mai gewusst habe, dass die von ihm getesteten KI-Modelle eine Software-Sicherheitslücke nutzten, um auf das offene Internet zuzugreifen. Ein internes Team habe die Aktivitäten entdeckt. Der Bericht enthält eine Zeitleiste der Ereignisse, die zu dem Vorfall führten. Auch die Maßnahmen, die das Unternehmen ergreifen will, um solche Vorfälle in Zukunft zu verhindern, werden dort aufgeführt. So soll eine Reihe von Änderungen an der Bewertung leistungsfähiger KI-Modelle vorgenommen werden, beispielsweise durch die Einführung sichererer Sandbox-Umgebungen mit zusätzlichen Schutzmaßnahmen. Vergangene Woche war außerdem bekanntgeworden, dass OpenAI strengere Systeme zur Überwachung und Absicherung von Modellen in der Entwicklungsphase einführen will. Künftig würden KI-Entwickler automatisch benachrichtigt, wenn Modelle gefährliche oder fehlgeleitete Handlungen ausführten, wenn also die KI Anweisungen unterlaufe, um eigene Ziele zu verfolgen.Der Bericht erläutert zudem, dass die Modelle mit weitreichenden Hacking-Aufgaben betraut wurden, um ihre Fähigkeit zum Aufspüren und Ausnutzen von Cybersicherheitslücken zu testen. Dafür wurden demnach die normalerweise in den kommerziellen Produkten von OpenAI verwendeten Sicherheitsvorkehrungen deaktiviert, um zu sehen, wie weit die Modelle gehen würden. Dem Bericht zufolge fehlten den Modellen Systeme, die potenziell riskante Aktivitäten automatisch überprüfen und blockieren. OpenAI hatte beabsichtigt, die Modelle in einem Testbereich zu belassen, der als „Sandbox“ bezeichnet wird — eine isolierte virtuelle Softwareumgebung, die dazu dient, Sicherheitstests durchzuführen oder unsicheren Code auf kontrollierte Weise zu testen. Diesem Testbereich entkamen sie aber letztendlich. In einer separaten, unabhängigen Untersuchung des Vorfalls, die ebenfalls am Mittwoch veröffentlicht wurde, erklärten die gemeinnützigen KI-Forschungsorganisationen „Model Evaluation & Threat Research“ und „Redwood Research“, dass die Modelle KI-Agenten einsetzten, die versuchten, automatisierte Sicherheitsprüfungen sowohl von OpenAI als auch von Hugging Face zu umgehen.Der Bericht von OpenAI erscheint mehr als einen Monat nachdem der KI-Entwickler mitgeteilt hat, dass seine Modelle versehentlich in die Plattform Hugging Face eingedrungen seien, die KI-Modelle und Datensätze hostet. In diesem Zusammenhang sprach das Unternehmen damals von einem bisher „beispiellosen Vorfall". Zusammen mit mehreren anderen jüngsten Sicherheitsverletzungen in der Branche sind die Befürchtungen gewachsen, dass die KI-Modelle außer Kontrolle geraten könnten. Firmen beobachten mehr Angriffe ausländischer Geheimdienste Deutsche Unternehmen haben in den zurückliegenden zwölf Monaten deutlich mehr Angriffe ausländischer Geheimdienste wahrgenommen als im Jahr zuvor. Das deckt sich mit der Einschätzung des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV), das seit einigen Monaten auf eine erhöhte Gefährdung hinweist. Nach Angaben des IT-Branchenverbands Bitkom sahen von den Unternehmen, die Sabotage, Spionage oder Diebstahl erlebt haben, 37 Prozent einen ausländischen Nachrichtendienst am Werke, nach 28 Prozent im Vorjahr. 62 Prozent der Betroffenen erlebten Angriffe durch kriminelle Banden, ein Rückgang um sechs Prozentpunkte gegenüber 2025. Jeweils acht Prozent der Unternehmen erlebten Angriffe von Kunden beziehungsweise Lieferanten. Mehrfachnennungen waren möglich.Der Branchenverband hat für seinen aktuellen Wirtschaftsschutzbericht rund 1.000 Führungskräfte und IT-Verantwortliche in diesem Frühjahr gefragt, ob ihr Unternehmen binnen eines Jahres von Diebstahl, Industriespionage oder Sabotage betroffen war oder nicht. 67 Prozent der Befragten berichteten von entsprechenden Vorfällen; weitere 29 Prozent gaben an, das eigene Unternehmen sei "vermutlich betroffen" gewesen. Von den Betroffenen gaben 52 Prozent an, der Angriff sei von China aus gestartet worden. In 49 Prozent der Fälle gehen die Firmen davon aus, dass sich der Angreifer in Russland aufhielt.In den zwei Jahren zuvor war der Anteil der Führungskräfte, die einen solchen Angriff nicht mit Sicherheit erkennen, sondern lediglich vermuten konnten, mit jeweils zehn Prozent geringer gewesen. Wohl auch deshalb ist die Schadenssumme für die deutsche Wirtschaft durch Angriffe im digitalen und analogen Raum mit mindestens 211 Milliarden Euro diesmal geringer als in den Jahren zuvor. 2025 waren es rund 289 Milliarden Euro gewesen, 2024 lag die Summe der entstandenen Schäden bei 266,6 Milliarden Euro. Weitere VW-Betriebsversammlungen in Emden und ZwickauWie geht es weiter mit den VW -Standorten? Nach dem Auftakt in Wolfsburg reist Volkswagen-Chef Oliver Blume am Mittwoch nach Emden und Zwickau. In beiden Werken des Autobauers sind außerordentliche Betriebsversammlungen einberufen, bei denen die VW-Führung der Belegschaft Rede und Antwort zu ankündigten Sparmaßnahmen stehen soll. Die Produktionen in Ostfriesland und Sachsen stehen seit der Ankündigung weiterer Sparvorhaben Fokus. Sie gehören nach Angaben der VW-Führung neben dem Werk für VW-Nutzfahrzeuge in Hannover und dem Audi-Werk in Neckarsulm zu den Standorten, für die es noch keine wettbewerbsfähige Nutzung für die 2030er-Jahre gibt.„Das heißt aber nicht, dass Werksschließungen beschlossen sind“, betonte Blume zuletzt immer wieder. Ziel sei es, in den nächsten sechs bis zwölf Monaten belastbare Perspektiven für alle Standorte zu schaffen. In Emden und Zwickau hatte VW in den vergangenen Jahren viel Geld in den Umstieg auf Elektromobilität investiert. Mathias PeerInstagram-Chef gibt niedrige Nutzungsraten von Schutzfunktionen zuIm US-Prozess gegen den Meta-Konzern wegen Social-Media-Sucht hat Instagram-Chef Adam Mosseri Versäumnisse zugegeben. Instagram verschwieg bei der Einführung neuer Funktionen zum Schutz junger Nutzerinnen und Nutzern, dass diese in Testphasen kaum genutzt worden waren, wie Mosseri in seiner Aussage vor Gericht sagte. Die „enttäuschend niedrige Nutzungsrate“ habe sich seitdem aber „deutlich verbessert“.Unmittelbar vor einer Kongressanhörung Mosseris im Jahr 2021 hatte Instagram die Funktion „Mach eine Pause“ angekündigt, die Nutzerinnen und Nutzer nach einer festgelegten Zeit daran erinnert, eine Pause beim Scrollen einzulegen. Mosseri hatte damals in einem Blog-Eintrag geschrieben, erste Testergebnisse hätten gezeigt, dass mehr als 90 Prozent der Jugendlichen, die die Pausen-Funktion aktivierten, diese auch eingeschaltet ließen. Unerwähnt ließ er aber, dass gerade einmal ein bis zwei Prozent die Funktion aktiviert hatten.Auch nutzten nur wenige Jugendliche den 2023 eingeführten Schlafmodus – in dieser Zeit sind Benachrichtigungen von Instagram stummgeschaltet. Vor Gericht sagte Mosseri nun, seit 2024 handele es sich bei beiden Funktionen um Standardeinstellungen sogenannter Teen-Konten, bei denen die Eltern Zeitlimits festlegen können.Reichinnek kritisiert VW-Zahlungen an Aktionäre der letzten fünf JahreIn der Krise bei Volkswagen ist aus Sicht der Linken-Politikerin Heidi Reichinnek die Bundesregierung gefordert. „Statt das Verbrenner-Aus zurückzudrehen, braucht es konsequente Schritte zur E-Mobilität durch verlässliche und klare Vorgaben sowie ein großangelegtes Investitionspaket“, sagte die Chefin der Linksfraktion im Bundestag der Deutschen Presse-Agentur. Auch brauche es mehr Mitbestimmung in den Betrieben, um das Know-how der Beschäftigten zu nutzen.Reichinnek übte scharfe Kritik am Management des Konzerns. „VW hat in den letzten fünf Jahren fast 30 Milliarden Euro an seine Aktionäre ausgeschüttet, statt ausreichend in die Zukunft des Unternehmens zu investieren“, sagte sie. „Dafür will die Konzernspitze nun die Belegschaft bluten lassen, indem vier Werke geschlossen und weitere 50.000 Arbeitsplätze gestrichen werden sollen.“ Durch den Fokus auf Rendite für wenige fahre das Management das Unternehmen an die Wand, sagte Reichinnek.Insider: VW-Arbeitnehmervertreter und Land Niedersachsen mit eigenen KonzeptenIm Ringen um die Zukunft von Volkswagen wollen die Arbeitnehmervertreter und das Land Niedersachsen Insidern zufolge jeweils eigene Konzepte vorschlagen. Zur Aufsichtsratssitzung des Dax-Konzerns am 4. September gebe es drei Beschlussvorlagen, sagten drei mit dem Vorgang Vertraute der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag.Neben der des Konzernvorstandes gebe es einen Vorschlag vom Großaktionär Niedersachsen und einen von den Vertretern der Arbeitnehmerschaft. Ein Sprecher des Aufsichtsrats, der Betriebsrat und das Land Niedersachsen lehnten einen Kommentar ab.Der Umbau- und Sparplan von VW-Chef Oliver Blume, der den Fortbestand deutscher Werke und von 50.000 Arbeitsplätze in Frage stellt, war im Juli durch die Ablehnung der Arbeitnehmer und der Vertreter des Landes Niedersachsen im Aufsichtsrat gescheitert. Am 4. September soll das Kontrollgremium abermals beraten.VW-Chef: Hälfte des Stellenabbaus in DeutschlandDer Volkswagen-Konzern will die Hälfte von möglicherweise rund 50.000 zu streichenden Stellen in Deutschland abbauen. „Aus heutiger Sicht entfällt etwa die Hälfte des Anpassungsbedarfs auf Deutschland, die andere international – in insgesamt rund 170 Gesellschaften“, sagte Konzernchef Oliver Blume nach Angaben des Unternehmens am Dienstag bei einer Betriebsversammlung in Wolfsburg. Der Vorstand werde „auch künftig so weit wie möglich auf freiwillige Personalinstrumente setzen“.Blume nannte etwa Renteneintritte, einvernehmliche Vereinbarungen, „natürliche Fluktuation sowie eine restriktive Einstellungspolitik“. Auch solle die Altersteilzeit „für weitere Jahrgänge“ geöffnet werden, fuhr er fort. „Die konkreten Schritte werden wir mit den Arbeitnehmervertretern beraten.“ Der Konzernchef bekräftigte dabei, dass die „häufig genannte Zahl von rund 50.000 Stellen“ weltweit „keine Zielgröße“ sei. „Sie ist eine theoretische Rechengröße – abgeleitet von unseren Kosten. Heute liegen wir rund 30 Prozent über dem Durchschnitt vergleichbarer Unternehmen“, gab Blume weiter an. Der Konzernvorstand stehe „geschlossen hinter dem Zukunftsplan“.Im Juli hatten zunächst Medien tagelang über mögliche Stellenstreichungen in dem Konzern sowie Standortschließungen berichtet. Blume sagte nun, das Ziel sei es, „in den nächsten sechs bis zwölf Monaten belastbare Perspektiven für alle Standorte zu schaffen“. „Für Emden, Hannover, Zwickau und Neckarsulm können wir heute noch keine wettbewerbsfähige Belegung für die 2030er-Jahre darstellen“, wiederholte er. „Das heißt aber nicht, dass Werksschließungen beschlossen sind. Sie sind immer die letzte und teuerste Lösung.“Auftakt am Stammwerk: VW-Betriebsversammlung hat begonnenIn der Wolfsburger VW-Zentrale hat die Serie von Betriebsversammlungen beim kriselnden Autobauer begonnen. VW-Chef Oliver Blume betonte gegenüber der Belegschaft die Notwendigkeit weiterer Einsparungen. „Wir müssen Komplexität reduzieren, unsere Strukturen konsequent verschlanken und Kosten senken“, sagte Blume in seiner Rede bei der Betriebsversammlung im Wolfsburger Werk. An mehreren VW-Standorten soll der Vorstand der Belegschaft in den kommenden Tagen Rede und Antwort stehen.Als Ziel des Umbauplans für Europas größten Autokonzern nannte Blume belastbare Perspektiven für alle Standorte. „Unser Ziel ist es, in den nächsten sechs bis zwölf Monaten belastbare Perspektiven für alle Standorte zu schaffen“, sagte er. Die Konzernmarken hätten den Auftrag, gemeinsam mit den Werken konkrete Optionen zu erarbeiten. Werksschließungen in Emden, Hannover und Zwickau sowie beim Audi-Werk in Neckarsulm seien nicht beschlossen. „Sie sind immer die letzte und teuerste Lösung.“„Zölle, neue Wettbewerber und geopolitische Risiken: Die gesamte Autoindustrie steht unter enormem Druck“, sagte Blume. Der VW-Konzern habe „frühzeitig gegengesteuert“ und begonnen, Konzern und Marken neu auszurichten. „Unsere Marktanteile wachsen. Aber das reicht noch nicht aus“, sagte er. Vor allem die Kosten außerhalb der Fahrzeugproduktion müssten sinken.Dabei sei die von ihm früher genannte Zahl von 50.000 Stellen keine Zielgröße, sondern eine theoretische Rechengröße. „Aus heutiger Sicht entfällt etwa die Hälfte des Anpassungsbedarfs auf Deutschland, die andere international – in insgesamt rund 170 Gesellschaften“, ergänzte Blume nach Angaben des Konzerns.Seit der Ankündigung weiterer Einsparungen wird bei Europas größtem Autobauer über den Abbau von Zehntausenden Stellen und die Zukunft von vier Werken gerungen. Nach Wolfsburg sind in den nächsten Tagen acht weitere Betriebsversammlungen in Braunschweig, Emden, Zwickau, Chemnitz, Dresden, Kassel-Baunatal, Salzgitter und Hannover geplant. Gerresheimer-Interimschef verlässt das UnternehmenKnapp ein Jahr nach seiner Rückkehr als Vorstandschef nimmt Uwe Röhrhoff beim Verpackungshersteller Gerresheimer vorzeitig den Hut. Die Nachricht sorgte am Dienstag an der Börse für einen Kursrutsch. Die Papiere verloren vorbörslich rund neun Prozent. Röhrhoff habe sein Mandat auf eigenen Wunsch beendet, teilte der Düsseldorfer Konzern mit. Seine Aufgaben übernähmen bis auf Weiteres die beiden Vorstände Wolf Lehmann und Achim Schalk. Röhrhoffs Vertrag lief ursprünglich bis Oktober 2026.Als Gerresheimer im vergangenen Jahr ins Visier der Finanzaufsicht BaFin geraten war, musste Vorstandschef Dietmar Siemsen gehen und sein Vor-Vorgänger Röhrhoff übernahm das Ruder interimistisch. Die BaFin hatte gerügt, dass Gerresheimer 2024 Umsätze vorzeitig verbucht hatte, obwohl die Waren noch nicht ausgeliefert worden waren. Das hatte den Traditionskonzern ins Wanken gebracht.In seiner Amtszeit sei es Röhrhoff gelungen, das Unternehmen zu stabilisieren, betonte nun Aufsichtsratschef Axel Herberg. Dazu zähle der Ende Juli unterzeichnete Vertrag zum Verkauf der US-Tochter Centor und des Geschäfts mit Kunststoff-Primärverpackungen. Mit dem Verkauf könne Gerresheimer seinen Verschuldungsgrad erheblich senken. Gleichzeitig kündigte der Konzern an, am 27. August die Bilanz zum ersten Quartal 2026 zu veröffentlichen.Fabian DrahmouneVW-Betriebsratschefin Cavallo: Kündigungen und Werksschließungen „keine Option“Die Volkswagen-Betriebsratschefin Daniela Cavallo hat sich klar gegen Entlassungen und Werksschließungen bei VW ausgesprochen. „Wir schließen betriebsbedingte Kündigungen definitiv aus“, sagte die Gesamt- und Konzernbetriebsratsvorsitzende am Montagabend nach einem Treffen mit dem niedersächsischen Ministerpräsidenten Olaf Lies (SPD) im VW-Nutzfahrzeugwerk Hannover. Auch Werksschließungen seien „für uns keine Option“.Vor zusätzlichen Betriebsversammlungen an mehreren Standorten forderte Cavallo den Vorstand auf, den Beschäftigten seine Pläne zu erklären. Ein Zukunftsprogramm könne nicht allein aus Personalabbau, niedrigeren Arbeitskosten und infrage gestellten Standorten bestehen. Die Arbeitnehmerseite erwarte eine „Vorwärtsstrategie“.VW-Chef Oliver Blume hatte zuletzt einen zusätzlichen Abbau von rechnerisch rund 50.000 Stellen ins Gespräch gebracht. Für die Werke in Hannover, Emden, Zwickau und Neckarsulm gibt es nach Konzernangaben für die Zeit nach Auslaufen der derzeitigen Fahrzeugproduktion Anfang der 2030er Jahre bislang keine gesicherte Belegung.Lies forderte, gemeinsam Perspektiven für die Standorte zu entwickeln. „Hier geht es um ein bisschen mehr als nur um die Frage einer Rendite, eines Cashflows oder einer Dividende“, sagte der Regierungschef. Die Sorgen der Beschäftigten und die Bedeutung der Werke für ganze Regionen müssten berücksichtigt werden.Zugleich stellte sich Lies deutlich hinter Mitbestimmung und VW-Gesetz. Wer sich als Vorstand damit beschäftige, wie sich Mitbestimmung oder VW-Gesetz reduzieren ließen, sei „nicht auf der richtigen Spur unterwegs“. Das VW-Gesetz sichert dem Land Niedersachsen als Großaktionär besonderen Einfluss auf Volkswagen und erschwert wichtige Entscheidungen des Unternehmens gegen den Willen des Landes und der Arbeitnehmervertreter.Xpengs Roboter-Sparte mehr als 6,3 Milliarden Dollar wertDie Roboter-Sparte des chinesischen Autobauers Xpeng hat bei ihrer ersten Finanzierungsrunde mehr als 900 Millionen Dollar eingesammelt. Damit werde der Bereich mit über 6,3 Milliarden Dollar bewertet, teilte das Unternehmen am Montag mit. Die Runde, die von IDG Capital angeführt und von den strategischen Investoren Tencent und Alibaba unterstützt wurde, stellt einen neuen Rekord für eine einzelne private Finanzierung im chinesischen Sektor für physische Künstliche Intelligenz (KI) auf.Die Mittel sollen in die Entwicklung von Hard- und Software, das Training von KI-Modellen sowie den Aufbau von Anlagen für die Serienfertigung fließen. Zudem sei eine weltweite Expansion geplant, hieß es. Xpeng will bis Ende des Jahres mit der Serienproduktion seines humanoiden Roboters „Xpeng IRON“ beginnen. Dieser soll zunächst in den eigenen Einzelhandelsgeschäften und auf den Werksgeländen eingesetzt werden. Der kommerzielle Verkauf und die Auslieferung in China sowie auf ausländischen Märkten sind für 2027 vorgesehen. VW-Belegschaft kritisiert „desaströse Kommunikation“ des Managements Die Mitarbeiter von VW gehen laut einer internen Umfrage hart mit der Außendarstellung des Unternehmens ins Gericht. Wegen der „desaströsen Kommunikation nach außen durch den Vorstand“ seien die Mitarbeiter und deren Familien „verunsichert und verängstigt“, heißt es in einem Intranet-Artikel, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.In der vom Betriebsrat initiierten Online-Erhebung zur Stimmungslage habe die Belegschaft in der vergangenen Woche im Intranet des Unternehmens die Möglichkeit gehabt, Kritik und Erwartungen an Konzernchef Oliver Blume und den übrigen Vorstand zu formulieren. Zu dem Aufruf habe die Möglichkeit gehört, per Like Zustimmung für die jeweiligen Vorschläge zu signalisieren.Mehr als 100 Fragen hätten am Ende zur Auswahl gestanden. Zusammengefasst thematisierten die meistgenannten Fragen demnach folgende Aspekte:Kritik an der Kommunikation des KonzernvorstandesAngst der Belegschaft um ihre ArbeitsplätzeDie Zukunft sozialverträglicher Abbauhebel sowie von Altersteilzeit und AufhebungsverträgenDie Perspektiven für die Werke Emden, Hannover, Neckarsulm, Osnabrück und ZwickauDie Strategie für Kundenvertrauen, Zukunftsprodukte und die Abläufe in der eigenen OrganisationDiese hätten alle eine dreistellige Zahl an Likes erreicht, was für das Intranet Spitzenwerte bedeute.Der Konzern kämpft mit hohen Kosten und einem schwierigen Umfeld. Die VW-Führung will die Kosten senken und die Wettbewerbsfähigkeit verbessern. Belegschaft, Gewerkschaften und Politik bangen um zehntausende Arbeitsplätze und um die Standorte Emden, Hannover, Zwickau und Neckarsulm.„Die Lage ist mehr als kritisch“, sagte Blume jüngst in einem Interview, das im Intranet des Unternehmens veröffentlicht wurde und der dpa vorliegt. Blume zufolge verdient VW zu wenig, um damit die Zukunft finanzieren zu können. Bisherige Einsparungen reichten nicht aus. „Wir sind überdimensioniert. Das macht uns oft zu langsam und zu kompliziert“, beschrieb der VW-Boss das Problem.Erste Antworten auf die Fragen und Reaktionen auf die Kritik könnte der Konzernvorstand in den kommenden Tagen liefern. Gleich neun außerordentliche Betriebsversammlungen stehen bei Volkswagen auf dem Programm. Die erste Betriebsversammlung findet am Dienstag in Wolfsburg statt.Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Business-Liveticker: OpenAI nach KI-Ausbruch: Hätten früher reagieren können, um Angriff womöglich zu verhindern | FAZ
Bill Gates nennt KI-Angriffe „schockierend“ und fordert globale Regeln +++ Rekord-Einnahmen aus der Erbschaftsteuer +++ VW-Chef Blume am Mittwoch in Emden und Zwickau +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog.








