Einst fraß ein Dinosaurier einen Vogel, der zuvor einen Fisch verspeist hatte: Spuren der Mahlzeit haben in versteinertem Dino-Kot überdauert – und könnten Hinweise auf das Aussterben urzeitlicher Vögel liefern.

11.09.2026, 17.23 Uhr

Die im versteinerten Dinosaurierkot erhaltene fossile Feder

Als David DeMar, Jr., im Jahr 2016 im Nordosten des US-Bundesstaats Montana nach Fischfossilien suchte, wusste er nicht, dass er eine kleine Sensation finden sollte. Inmitten von Gestein entdeckte der Forscher des Burke Museum der University of Washington eine dunkle Knolle, etwa halb so groß wie ein Golfball. »Ich hob sie auf und untersuchte ihre Oberfläche mit einer Lupe. Da konnte ich kaum glauben, was ich sah: eine winzige fossile Feder«, erinnert er sich laut einer Pressemitteilung.

Der Fund überraschte DeMar besonders, weil in der Hell-Creek-Formation Montanas selbst nach mehr als 150 Jahren Fossiliensuche noch nie eine Feder entdeckt worden war. Doch nicht nur das: Die Forschenden bezeichnen sie als eine der am besten erhaltenen Federn aus der Zeit der Dinosaurier, die je in Gestein gefunden wurde.Spätere Untersuchungen ergaben, dass das runde Objekt, in dem die Feder steckte, ein Koprolith war – also versteinerter Kot eines fleischfressenden Dinosauriers. Das berichten DeMar und Kollegen im Fachjournal »Current Biology« .