PfadnavigationHomeRegionalesHamburgPetitionMehr als 88.000 Stimmen gegen Kürzungen bei SchulbegleitungStand: 14:59 UhrLesedauer: 2 MinutenHamburgs Schulsenatorin Ksenija Bekeris (SPD, M) steht wegen den Neuerungen bei der Schulbegleitung in der Kritik. Quelle: Christian Charisius/dpaDer Widerstand gegen die Neuausrichtung der Schulbegleitung in Hamburg hält an: Mehr als 88.000 Menschen haben eine Petition unterzeichnet. Nun sollen die Unterschriften an Schulsenatorin Ksenija Bekeris (SPD) übergeben werden.GoogleKlicken Sie hier, um sich Artikel von WELT in der Google-Suche bevorzugt anzeigen zu lassen.Jetzt aktivierenDer Protest gegen Änderungen bei der Schulbegleitung für Inklusionskinder hält an. Inzwischen haben mehr als 88.000 Menschen die Online-Petition „Keine Kürzungen bei Schulbegleitung in Hamburg“ auf Change.org unterzeichnet. Nach Angaben der Gewerkschaft GEW soll die Petition an diesem Dienstag an Schulsenatorin Ksenija Bekeris (SPD) übergeben werden. Nach dem Termin vor der Schulbehörde sei am späten Nachmittag ein fachlicher Austausch mit Bekeris und Vertretern der Petition geplant.Auslöser des Streits ist die von der Schulbehörde – unter anderem aus Kostengründen – beschlossene Neuorganisation der Schulbegleitung. Demnach sollen weniger pädagogische Fachkräfte und mehr Teilnehmer und Teilnehmerinnen am Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) eingesetzt, Poollösungen in Teilen Einzelfallhilfen ersetzen und die Kriterien zur Bewilligung strenger angewandt werden.Lesen Sie auchNach Behördenangaben wurde im Schuljahr 2011/12 noch in etwa 460 Fällen eine Schulbegleitung bewilligt. Im vergangenen Schuljahr seien es bereits rund 4000 gewesen. Die Kosten kletterten demnach von 6,75 Millionen Euro 2014 auf 42,15 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Für 2027 seien sogar 44 Millionen Euro eingeplant.Eine Schulbegleitung unterstützt Kinder und Jugendliche mit körperlichen, geistigen, seelischen oder sozialen Beeinträchtigungen dabei, am normalen Schulalltag teilzunehmen. Sie hilft je nach individuellem Bedarf beispielsweise bei der Orientierung im Schulgebäude, der Organisation von Arbeitsaufträgen, der Kommunikation mit Lehrkräften und Mitschülern oder bei der Bewältigung schwieriger Situationen im Unterricht. Bekeris: Schulbegleitung ist eine gesetzliche LeistungBekeris hatte immer wieder erklärt, dass Schulbegleitung eine gesetzliche Leistung sei. Und gebe es einen überprüften Bedarf, dann stehe er dem Kind auch zu. Gleichwohl gab es während der Sommerferien erheblichen Unmut über die tatsächlich bewilligten Stundenzahlen. So seien bei insgesamt 540 Fällen Fragen und Beschwerden bei der Schulbehörde eingegangen. Zuletzt hatten auch Förderschulen Alarm geschlagen, hatten erklärt, dass sie unter den gegebenen Bedingungen die Schulpflicht nicht weiter kontrollieren könnten.lno/juve