Peptide sollen einen Boost für Gesundheit, Fitness und Schönheit bringen. Aber was nutzen sie wirklich? Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Peptide für die Gesundheit, so lässt sich ein Hype betiteln. Von Influencern werden sie als Alleskönner im Sinne der Selbstoptimierung angepriesen, und selbst der Gesundheitsminister der USA Robert F. Kennedy jr. will sie fördern.

Angefangen bei Produkten wie Kollagen, die schon lange als Wundermittel der Verjüngung beschworen werden, kommen nun immer neue Peptide mit teils obskuren Namen hinzu. Sie heißen BPC-157 oder TB-500. Das generelle Versprechen: jünger aussehen, schneller heilen, größere Muskeln – all das kann verlockend klingen. Nur wissenschaftlich steckt oft wenig dahinter. Aber von vorn.

Was sind Peptide überhaupt und wozu brauchen wir sie?

Peptide sind kleine Schnipsel aus Aminosäuren – das sind die Bausteine, aus denen auch Proteine bestehen. Was genau „klein“ bedeutet, ist nicht ganz eindeutig definiert. Eine Übersichtsarbeit aus 2023 spricht etwa von typischerweise 2 bis 50 Aminosäuren, die entweder als Kette oder als Kreis angeordnet sind. Größere Aminosäure-Anordnungen heißen dann Proteine.