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Es ist ein kindlicher Wunsch, möglichst viel Geld zu haben. Aber warum ist dieses Streben heute so ausgeprägt? Lan Nguyen Chaplin erforscht, wie sich materialistische Werte entwickeln – und welche Rolle Selbstwertgefühl, soziale Medien und die Eltern dabei spielen.

DIE ZEIT: Warum sind Kindern und Jugendlichen Besitz und Geld oft schon so wichtig?

Lan Nguyen Chaplin: Materialismus gehört zu der Welt, in der wir leben. Schon kleine Kinder lernen von ihren Eltern, dass materielle Dinge ihrem Leben Wert verleihen. Zum Beispiel, wenn sie für gute Noten belohnt werden, mit 20 Dollar für jede Eins. Kinder merken sich dann: Auf Leistung folgt eine materielle Belohnung.

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