Mohammed bin Salman hat Donald Trump einem Medienbericht zufolge vergeblich zu Militärschlägen gegen die Huthis im Jemen gedrängt. Der saudi-arabische Kronprinz habe den US-Präsidenten am Donnerstag zweimal angerufen und zu den Angriffen auf die von Iran unterstützte Gruppe aufgefordert, ‌meldet das Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf zwei US-Regierungsvertreter am Freitag. Trump habe die Bitte jedoch abgelehnt. Die US-Regierung beabsichtige derzeit nicht, direkt militärisch gegen die Huthis vorzugehen und wolle sich auf den Konflikt mit Iran konzentrieren.Die USA ​sind dem Axios-Bericht zufolge besorgt über den wieder eskalierenden Konflikt im Jemen und weiten ihre Unterstützung ⁠für Saudi-Arabien gleichzeitig ⁠aus. Die Vereinigten Staaten haben laut einem CNN-Bericht aktuell mehr als Hundert Militärberater in Saudi-Arabien vor Ort, die den Saudis unter anderem bei der Zielauswahl helfen.Die Trump-Regierung will aber eine direkte militärische Beteiligung vermeiden. US-Vertreter hätten Saudi-Arabien in den vergangenen Wochen signalisiert, dass Präsident Trump den Fokus direkt auf Iran und die Sicherung der Straße ‌von Hormus richten und die Eröffnung einer weiteren militärischen Front ​vermeiden wolle, heißt es bei Axios.Die Huthis ‌sind im seit Jahren andauernden Bürgerkrieg im Jemen, in dem Saudi-Arabien die international anerkannte Regierung unterstützt, wieder auf dem Vormarsch. Sie haben die Hafenstadt Mokka eingenommen und damit ihren Einfluss auf die Meerenge Bab al-Mandab ausgeweitet, die als ‌eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt gilt. Für Saudi-Arabien ist der Seeweg als alternative Route für den Ölexport durch das Rote Meer wichtig, da die ‌Straße von Hormus wegen des Kriegs zwischen ​den USA und Iran ‌weitgehend blockiert ist.