PfadnavigationHomeRegionalesHessenWie Hessens Denkmäler am Sonntag lebendig werdenStand: 03:31 UhrLesedauer: 3 MinutenQuer durch Hessen öffnen Denkmäler am Sonntag ihre Türen, darunter auch viele Fachwerkhäuser. (Symbolbild)Quelle: Sebastian Gollnow/dpaFeste, Handwerk, Rätsel und Konzerte: Am Tag des offenen Denkmals gibt es Veranstaltungen quer durch Hessen. Wo sich Geschichte hören, ausprobieren oder sogar schmecken lässt.Von Jazz auf der Schloss-Tanzfläche bis zum Kartoffelfest auf der Burg: Am Sonntag (12. September) haucht der Tag des offenen Denkmals historischen Orten quer durch Hessen neues Leben ein. Die Kulturveranstaltung wird bundesweit koordiniert von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, die mit dem Event auf die Denkmalpflege in Deutschland aufmerksam macht. Eine Auswahl an Ausflugstipps für alle, die Lust haben, am Wochenende in hessische Geschichte einzutauchen:Für Musikfans: Von Jazz bis LauteWer in der Stimmung ist, eine Runde tanzen zu gehen, wird in Frankfurt fündig. Am Alten Schloss in Höchst - erbaut im 14. bis 16. Jahrhundert - findet am Tag des offenen Denkmals das jährliche Festival «Jazz am Schloss» statt. Zwei verschiedene Jazz-Ensembles sorgen dort für Stimmung. Dazu soll es eine Tanzfläche geben.Musik gibt es auch im nordhessischen Bad Sooden-Allendorf. In der Kirche St. Crucis wird vormittags ein Beatles-Gottesdienst abgehalten: mit Chor-Einlagen verschiedener Lieder der Band, Songtexten zum Mitsingen und einer Predigt unter dem Motto «All you need is love». Die ältesten Bauteile der heutigen Kirche sind um die 800 Jahre alt.Weiter in die Vergangenheit geht die musikalische Reise in der evangelischen Hauptkirche in Wiesbaden-Biebrich, deren Geschichte über 1.000 Jahre zurückreicht: Ein kostümiertes Ensemble spielt dort am Nachmittag mittelalterliche Weisen. In anderen Programmpunkten geht es um die historische Dämonisierung von Frauen.Für Tüftler: Werkstätten und HandwerkskünsteAnderorts kommen all jene auf ihre Kosten, die wissen wollen, wie Historisches erhalten wird. Im Haus der Geschichte in Darmstadt zum Beispiel: Das ehemalige hessische Landestheater beherbergt heute verschiedene Archive, unter anderem das Hessische Staatsarchiv Darmstadt. Dessen Restauratorin gibt am Sonntag eine Führung durch ihre Werkstatt. Im Laufe des Tages können Besucher zudem weitere Archive mit Dokumenten aus fast 1.200 Jahren Geschichte erkunden. Dafür öffnet das Staatsarchiv seine sonst verschlossenen Magazine.Im Museum Mengeringhausen in Bad Arolsen (Kreis Waldeck-Frankenberg) werden Besucher selbst tätig. Es gibt eine Münzstätte, an der eine eigene Münze hergestellt werden kann. Außerdem können sich Interessierte beim Fachwerkbau und im Seilerei-Handwerk probieren. Das Museum ist in einem Fachwerkhaus aus dem Jahr 1666 untergebracht.Für Hungrige: Frisches Brot und Honig-ÄpfelWer gerne auf kulinarische Erkundungstouren geht, wird am Sonntag ebenfalls fündig. In Eppstein im Main-Taunus-Kreis etwa steht ein historisches Gemeindebackhaus, dessen Backofen seit 2025 wieder in Betrieb ist. Dort gibt es am Sonntag frischgebackenes Brot zu probieren.Im nordhessischen Vöhl öffnet die ehemalige Synagoge ihre Türen. Da an diesem Wochenende auch das jüdische Neujahrsfest Rosch ha-Schana gefeiert wird, können Besucher dort einen kulinarischen Brauch kennenlernen: in Honig getauchte Apfelscheiben und dazu das jüdische Hefezopfbrot Challa.Auf der Hattenheimer Burg in Eltville (Rheingau-Taunus-Kreis) wird zum Tag des offenen Denkmals das «Kartoffelfest» ausgerichtet. Es gibt Speisen rund um die Knolle, dazu Brat- und Rindswurst sowie Getränke. Die Burg hat ihre Ursprünge im 12. Jahrhundert. Sie war lange verlassen, wurde in den vergangenen Jahrzehnten aber saniert und ausgebaut.Für Familien: Rätseln, hüpfen, ausprobierenBei vielen Denkmälern wird außerdem ein Programm für Kinder angeboten. Im Schloss Heiligenberg bei Seeheim-Jugenheim (Landkreis Darmstadt-Dieburg) können sie sich ein Detektivspiel abholen und damit die Geschichte des Schlosses und seiner Bewohner kennenlernen. Im Schlossgarten gibt es zudem eine Märchenlesung.Das Kloster Gnadenthal im mittelhessischen Hünfelden öffnet dagegen seine Scheunen und Ställe: Kinder können dort die Tiere kennenlernen oder sich auf einer Strohhüpfburg austoben. Kleine Besucher können außerdem das Arbeiten mit Lehm und Ton ausprobieren. Die Geschichte des Klosters reicht fast 800 Jahre zurück.Auch das Haus der Geschichte in Darmstadt bietet neben den Archivführungen ein Programm für Kinder an: Sie können dort zum Beispiel ihr eigenes Wappen gestalten und selbst buntes Marmorpapier herstellen.dpa-infocom GmbH
Wie Hessens Denkmäler am Sonntag lebendig werden - WELT
Feste, Handwerk, Rätsel und Konzerte: Am Tag des offenen Denkmals gibt es Veranstaltungen quer durch Hessen. Wo sich Geschichte hören, ausprobieren oder sogar schmecken lässt.














