Die Menschen im Publikum erhoben sich, als der Hallensprecher das deutsche Team präsentierte. Es war ein historischer Abend. Zum ersten Mal spielte die Basketballnationalmannschaft der Frauen im Viertelfinale der Weltmeisterschaft. Vor heimischem Publikum ging das Team um die Berlinerin Nyara Sabally hoffnungsvoll in die Partie gegen Belgien. Im Duell mit den amtierenden Europameisterinnen wuchs das DBB-Team über sich hinaus und erreicht nach dem 93:74-Erfolg überraschend das Halbfinale.

Fiebich rüttelt Deutschland wach

Deutschland erwischte dabei einen schweren Start, die ersten Würfe wollten einfach nicht fallen. Belgien ging mit sechs Punkten in Führung, bevor Deutschland zum ersten Mal auf dem Scoreboard auftauchte. Dann legte aber auch Deutschland los. Genauer: Leonie Fiebich legte los. Sie traf zweimal von der Dreierlinie – so oft hatte sie in den zwei Spielen zuvor insgesamt von draußen getroffen. Das schien ihr Team aufzuwecken. Plötzlich war Deutschland besser als Belgien und ging in Führung. Auch die Fans wurden lauter und jubelten nach dem ersten Viertel über den Stand von 22:19 für die Gastgeberinnen.

Leonie Fiebich (l.) zeigte sich diesmal auch von der Dreierlinie erfolgreich und brachte Deutschland ins Spiel.