Die Vereinigten Arabischen Emirate wollen 40 Milliarden Euro in Deutschland investieren. Das teilten die emiratische Seite und die Bundesregierung während des Staatsbesuchs von Präsident Mohammed bin Sajid in Deutschland mit. Ein Teil davon ist für neue Rechenzentren vorgesehen, wie aus einer gemeinsamen Erklärung der beiden Länder hervorgeht.Scheich Mohammed hatte am Vormittag einen zweitägigen Staatsbesuch in Deutschland begonnen. Er wurde in Berlin von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit militärischen Ehren begrüßt. Am Nachmittag traf er mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zusammen. Dabei sollten mehrere Abkommen unterzeichnet werden. Beide Seiten hatten vorab deutlich gemacht, dass sie den Staatsbesuch nutzen wollen, um ihre Beziehungen auf eine höhere Stufe zu heben.Der Minister für Industrie und Hochtechnologie der Emirate, Sultan Al Jaber, sagte, Deutschland sei seit Jahrzehnten »ein wichtiger strategischer und wirtschaftlicher Partner« für sein Land. Die geplanten zusätzlichen Investitionen unterstrichen die Absicht der Emirate, diese Beziehung weiter auszubauen. »Aufbauend auf den bereits in Deutschland getätigten Investitionen der Emirate in Höhe von 34 Milliarden Euro werden wir jene Industriezweige, Technologien und qualifizierten Arbeitsplätze fördern, die künftiges Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit vorantreiben.«Für Deutschland bedeute dies langfristige Investitionen. Industrielle Kapazitäten, Innovationen und qualifizierte Beschäftigung würden gefördert, die Energiesicherheit sowie Lieferketten gestärkt und deutsche Unternehmen dabei unterstützt, international wettbewerbsfähig zu bleiben und zu wachsen, sagte der Industrieminister, der auch Chef des staatlichen emiratischen Ölkonzerns ADNOC ist.Den Emiraten eröffneten die Zusagen Möglichkeiten für gemeinsame Investitionen mit führenden deutschen Industrie- und Technologieunternehmen. Sie vertieften die Kompetenzen der Emirate in strategischen Sektoren und ermöglichten den Aufbau von Unternehmen, die Wachstumsmärkte in der Golfregion, in Asien und in Afrika bedienen könnten.