Der Scheich der Vereinigten Arabischen Emirate wird beim Deutschlandbesuch hofiert. Dabei beliefern die Emirate viele Kriegsparteien mit Waffen.

Empfang für Scheich Mohammed bin Saji bei kanzler Merz

Michael Kappeler/dpa

W enn die Könige, Kronprinzen und Emire der arabischen Golfstaaten nach Deutschland zum Staatsbesuch kommen, dann wird nicht empfangen, sondern hofiert. Das ist kein Wunder, denn die Abhängigkeiten sind klar geregelt: Die deutsche Wirtschaft hängt an der Nadel der finanzstarken Fossilgiganten am Golf. Für die Arabischen Emirate gilt das insbesondere. Ein Handelsvolumen von 13 Milliarden Euro, wovon 11 Milliarden Euro in die Kassen der deutschen Industrie fließen – ein Handelsüberschuss, der einem wahr gewordenen feuchten Traum der deutschen Wirtschaft entspricht.

Und so dreht es sich auch bei dem Staatsbesuch des Emirs von Abu Dhabi und Präsidenten der Emirate, Scheich Mohammed bin Zayed al-Nahyan, alles ums Geschäft. Milliardenschwere Investitionsabkommen in den Bereichen KI und Energie werden unterzeichnet. Wer will sich dieser Allianz von industrieller und technologischer Stärke mit dem Golfkapital und einem Knotenpunkt in Richtung Asien da entgegenstellen? Das wäre vollkommen weltfremd.