Der Staatspräsident der Vereinigten Arabischen Emirate, bin Zayid, ist in Berlin, es geht um Rüstungsdeals. Menschenrechtsorganisationen demonstrieren.

Scheich Mohammed bin Sajid und Kanzler Friedrich Merz

Fabrizio Bensch/reuters

Großflächige Hubschrauber-Überwachung, weiträumige Absperrungen im Zentrum Berlins und Proteste: Der Staatsbesuch des Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) in Deutschland erregte die Gemüter weit über die Bekanntheit des arabischen Golfstaates hinaus. Ohnehin scheiden sich an Scheich Muhammad bin Zayid bin Sultan Al Nahyan die Geister.

Während Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzler Friedrich Merz bei ihren Treffen mit dem Staatsoberhaupt vom Golf die Bedeutung der VAE für die Stabilität des Mittleren Ostens unterstrichen, schlugen Menschenrechtsorganisationen Alarm. Denn beide Seiten machten vorab klar, dass sie ihre Beziehungen auf eine neue Stufe heben wollen – trotz Menschenrechtsverletzungen in den Emiraten und Völkermord-Vorwürfen im Sudan.