Die Stadt will mit einem „Mietenmonitor“ den Kampf gegen überhöhte Wohnungsmieten verstärken. Hintergrund sei die Feststellung in der Mietberatung des Sozialreferats, wonach das ohnehin sehr hohe Niveau in München „in einer Vielzahl von Verträgen nochmals deutlich überschritten“ werde. Dann liege der Verdacht nahe, dass der geforderte Preis gegen das Mietrecht verstoße und eine Mietpreisüberhöhung oder Mietwucher darstelle.Zwar könne die Stadt, so die Mitteilung aus dem Rathaus, nicht in privatrechtliche Verträge eingreifen. Aber sie wolle künftig Vermieter auf möglicherweise rechtswidrige Forderungen hinweisen. Der Mietenmonitor solle als „digitales Tool“ automatisch Online-Angebote scannen und mit dem Mietspiegel abgleichen. Dabei sollen auch die angegebenen Ausstattungsmerkmale einbezogen werden. Eingesetzt werde dabei laut einer Sprecherin des Sozialreferats nicht künstliche Intelligenz, sondern ein programmierter Automatismus.Ende September solle dem Stadtrat eine entsprechende Beschlussvorlage präsentiert werden. Grüne und SPD unterstützen das Vorhaben. Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) sagt laut Mitteilung, das Instrument solle helfen, „Menschen vor überhöhten Mieten zu schützen“. Man gehe davon aus, dass Vermietern „nicht immer bewusst“ sei, wenn sie zu viel verlangten. Oft übernähmen Eigentümer die Preisvorschläge der entsprechenden Internetportale.