PfadnavigationHomePolitikDeutschlandMecklenburg-Vorpommern„Es ist wichtig“ – AfD-Spitzenkandidat begrüßt ausbleibende Einstufung als rechtsextremistischStand: 14:44 UhrLesedauer: 3 MinutenNach dem Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt steht die deutsche Politik vor einem Scherbenhaufen. Sehen Sie hier dazu ein „WELT Talk Spezial“ mit dem AfD-Politiker Leif-Erik Holm im Gespräch mit WELT-Chefredakteur Helge Fuhst.Mecklenburg-Vorpommerns AfD-Spitzenkandidat Leif-Erik Holm äußert sich zum Verfassungsschutz und zu Björn Höcke. Er bekräftigt seine Ablehnung von subventionierter Windkraft.GoogleKlicken Sie hier, um sich Artikel von WELT in der Google-Suche bevorzugt anzeigen zu lassen.Jetzt aktivierenMecklenburg-Vorpommerns AfD-Spitzenkandidat Leif-Erik Holm hat sich erfreut darüber gezeigt, dass sein Landesverband als einziger in Ostdeutschland nicht als gesichert rechtsextremistisch eingestuft wird. „Vielleicht arbeiten bei uns die Verfassungsschutzbehörden noch etwas korrekter als anderswo“, sagte Holm im „WELT Talk Spezial“ mit WELT-Chefredakteur Helge Fuhst. „Aber es ist wichtig. Und insofern freue ich mich auch, dass es so ist.“Die AfD könne „Zeichen und Signale setzen: Seht her, das ist eine ganz normale bürgerlich-konservative Partei“, sagte er. „Wir machen das, was die CDU noch vor 30 Jahren getan hätte. Denn die Partei ist ja entkernt worden durch Frau Merkel.“ In Ostdeutschland werden die AfD-Landesverbände in Thüringen, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Brandenburg vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft. Lesen Sie auchMit Blick auf die Landtagswahl am 20. September kündigte Holm an, allen Parteien Gespräche über eine mögliche Regierungsbildung anzubieten. Die AfD wolle grundsätzlich allein regieren, sagte er. Sollte sie keine eigene Mehrheit erreichen, werde sie jedoch das Gespräch mit anderen Parteien suchen. „Weil es ums Land geht“, begründete Holm diesen Kurs. Es sei „staatspolitische Verantwortung“, nach einer Wahl Möglichkeiten zur Mehrheitsbildung auszuloten. Koalitionsoptionen gebe es aber „offensichtlich nicht“, betonte Holm.Holm lehnt subventionierte Windkraft abZugleich bekräftigte Holm seine Ablehnung staatlich subventionierter Windkraft. Die Windkraft ist ein großer Wirtschaftsfaktor in Mecklenburg-Vorpommern. „Ich muss mir das natürlich im Gesamten anschauen“, sagte Holm. „Was ist sinnvoll für die Wirtschaft? Was bringt uns die meisten Arbeitsplätze? Und wenn ich sehe, dass bei uns die Handwerker krachen gehen, dass die Gastronomie pleitegeht, dass es immer schwerer wird, auch in der Landwirtschaft, im Dienstleistungssektor … das hängt ja mit diesen Energiepreisen auch zusammen.“ Die AfD wolle die bisherige Energiepolitik in Mecklenburg-Vorpommern grundlegend verändern. ++ Alle Entwicklungen zu den Landtagswahlen im Liveticker ++Er wolle günstige Energie aus Kernkraft, Gaskraft oder Kohlekraft. „Windkraft kann man natürlich nutzen. Wir sind ja nicht gegen Windkraft generell. Wir sind nur gegen subventionierte Windkraft“, betonte Holm. „Wenn sie sich trägt, sind wir dabei. Als Beimischung in einem Energiemix völlig in Ordnung. Aber das, was wir jetzt machen, funktioniert so nicht.“Holm: In der AfD ist auch Platz für HöckeAuf die Rolle des Thüringer AfD-Landeschefs Björn Höcke angesprochen, verteidigte Holm dessen Wahlkampfauftritte in Mecklenburg-Vorpommern. Höcke sei ein erfolgreicher Landesvorsitzender. Die AfD sei eine „breit aufgestellte Volkspartei“, in der alle ihren Platz hätten. „Und so gilt es auch für Björn Höcke“, sagte Holm.Höckes Aussage bei einem Wahlkampfauftritt in Neubrandenburg, Deutschland befinde sich auf dem Weg in eine „Diktatur neuen Typs“, machte sich Holm nicht ausdrücklich zu eigen. Eine Diktatur bestehe heute nicht, sagte er. Zugleich fügte Holm hinzu: „Aber der Weg kann dahin führen.“ Als Begründung verwies er auf ein aus seiner Sicht enger gewordenes „Meinungskorsett“ und auf Menschen, die negative Folgen am Arbeitsplatz befürchteten, wenn sie ihre Ansichten offen äußerten.Lesen Sie auchHolm forderte alle politischen Seiten dazu auf, verbal abzurüsten. Nicht jedes Wort solle „auf die Goldwaage“ gelegt werden. Auch die anderen Parteien hätten eine Verantwortung, die gesellschaftlichen Konflikte nicht weiter anzuheizen. Ziel müsse es sein, wieder zu einem stärkeren Miteinander zu kommen.Rund anderthalb Wochen vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern liegt die AfD in einer Insa-Umfrage mit 36 Prozent vorn. Die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig folgt nach einem Zugewinn von vier Punkten mit 33 Prozent. Die CDU fällt auf sieben Prozent und damit auf ein historisches Umfragetief.ll
Mecklenburg-Vorpommern: „Es ist wichtig“ – AfD-Spitzenkandidat begrüßt ausbleibende Einstufung als rechtsextremistisch - WELT
Mecklenburg-Vorpommerns AfD-Spitzenkandidat Leif-Erik Holm äußert sich zum Verfassungsschutz und zu Björn Höcke. Er bekräftigt seine Ablehnung von subventionierter Windkraft.













