In der ostchinesischen Hafenstadt Qingdao sind mindestens 20 Menschen bei einem Brand auf einem Frachtschiff ums Leben gekommen. Fünf Menschen wurden noch vermisst, wie Staatsmedien am Donnerstag meldeten. Insgesamt hatten sich den Angaben zufolge 42 Menschen an Bord des Frachters befunden. Zwölf Menschen konnten vom Schiff gerettet werden. Fünf weitere seien in ein Krankenhaus gebracht worden, hieß es weiter.

Die Rettungsarbeiten liefen noch, berichtete das Staatsfernsehen am frühen Abend (Ortszeit). Ein Foto zeigte die unter der Flagge Liberias fahrende »Ocean Melody« in einem Dock. Davor standen einige Feuerwehrautos. Wie der Frachter in Brand geriet, ist bislang unklar.Zuvor hatten chinesische Staatsmedien berichtet, dass es sich bei dem Schiff um einen ausländischen Frachter handle, der bei Reparaturarbeiten in einer Werft in Brand geraten sei. Die Werft wird von der staatlichen China State Shipbuilding Corporation (CSSC) kontrolliert, einem der ‌weltweit größten Schiffbauer. CSSC bezeichnet sich selbst als wichtigsten Schiffbauer der chinesischen Marine ‌und zudem als ​größten Entwickler ‌und Konstrukteur von Schiffen sowie Offshore-Anlagen ‌des ​Landes. Die Werft in Qingdao kann nach eigenen Angaben pro Jahr ​212 ⁠Schiffe reparieren.