40 Generalsanierungen bis 2036 – das war der Plan von Bahn-Chefin Evelyn Palla. Daraus wird jetzt nichts, räumt die CEO ein. Offen ist, ob die Sanierung der wichtigsten Strecken noch in den 2030er Jahren gelingen kann.

10.09.2026, 12.37 Uhr

Dämpft die Erwartungen: Bahn-Chefin Evelyn Palla

Die Deutsche Bahn fährt ihren Pünktlichkeitszielen hinterher, Hauptgrund dafür ist nach Ansicht des Konzerns die marode Infrastruktur. Nun wird klar: Das vielerorts baufällige Netz wird die Züge in Deutschland wohl noch deutlich länger ausbremsen als zunächst gedacht. Denn die Generalsanierung wichtiger Strecken wird nach Aussage von Bahn-Chefin Evelyn Palla (53) länger dauern.

Eine Überarbeitung des Konzepts habe gezeigt, dass vier solcher Sanierungen pro Jahr zu viel seien, sagte Palla vor Journalisten in Berlin. „Wir werden die Anzahl der Korridorsanierungen, die wir pro Jahr durchführen, reduzieren.“ Sie rechne in Zukunft mit zwei, bei besonderen technischen Notwendigkeiten auch drei Generalsanierungen pro Jahr. Das überarbeitete Konzept werde derzeit mit dem Bundesverkehrsministerium abgestimmt und solle bald vorgestellt werden. Genaue Jahreszahlen wollte Palla nicht nennen.