„Wenn ich der nächsten Landesregierung eine Sache mitgeben könnte?“ Benjamin S. fallen sofort mehrere Dinge ein, doch eine Sache ist für ihn besonders wichtig. „Ich fände es schön, wenn am Kottbusser Tor, Alexanderplatz und so weiter mal richtig hart durchgegriffen wird, dass diese ganze beschissene Kriminalität wegkommt und man sich auch mal traut, dort nachts über die Straße zu gehen, ohne angemacht zu werden.“

Der 43-Jährige ist Spieleentwickler und lebt in Weißensee. Er erzählt von einem Angriff, den er selbst erlebt hat: „Ich wurde in Wedding angegriffen. Mir hat jemand eine reingehauen, einfach so.“ Auch Sauberkeit treibt ihn um. „Alle Straßen hier sind beschissen, überall stinkt es, überall liegt Dreck rum.“

Kriminalität

„Wir schaffen es nicht mehr!“ Berlins Polizisten müssen wegen Schießereien mehr Wache schieben

Benjamin S. hat konkrete Vorstellungen davon, was sich ändern müsste: mehr Kontrollen an bekannten Problemorten, bei Verschmutzung etwa schnelle Geldstrafen. Gleichzeitig betont er, dass seine Forderungen nicht bedeuten, dass er die AfD wählen wolle. Im Gegenteil: Die Partei spreche zwar viele Probleme an, habe aus seiner Sicht aber keine Lösungen. Sicherheit, Sauberkeit, Migration – für manche Berliner sind es die sichtbarsten Probleme der Stadt. Doch es gibt auch andere Baustellen.