EU-Mitgliedstaaten : Asylanträge in erster Jahreshälfte um 17 Prozent zurückgegangen10.09.2026, 11:11Lesezeit: 2 Min.Landeserstaufnahmestelle (LEA) im baden-württembergischen Ellwangen im November 2022dpaDie EU-Asylbehörde meldet weniger Erstanträge: Im ersten Halbjahr 2026 fällt die Zahl demnach auf den niedrigsten Stand seit 2021. Der Trend rückgängiger Zahlen hält an.Die Zahl der Asyl-Erstanträge in den EU-Mitgliedstaaten, der Schweiz und Norwegen ist im ersten Halbjahr 2026 um 17 Prozent gesunken. In den 29 Ländern wurden nach Angaben der EU-Asylbehörde (EUAA) vom Donnerstag in den ersten sechs Monaten dieses Jahres insgesamt 332.000 Erstanträge auf Asyl gestellt. 2025 waren es im gleichen Zeitraum 399.000 Anträge.Damit setzt sich der seit Ende 2024 anhaltende Trend rückgängiger Zahlen bei den Asylanträgen fort. Der EUAA zufolge handelt es sich um den niedrigsten Wert bei einer Halbjahresbilanz seit dem Jahr 2021.Die meisten Asylanträge wurden demnach von Bürgerinnen und Bürgern Afghanistans gestellt (39.000), gefolgt von Menschen aus Venezuela (33.000) und Bangladesch (20.000). Der Rückgang der Gesamtzahlen sei darauf zurückzuführen, dass weniger Menschen aus Syrien, Kolumbien, der Ukraine und der Türkei Asylanträge gestellt hätten, teilte die Asylbehörde mit.Die meisten Asylanträge wurden in Frankreich gestelltIm Ländervergleich wurden die meisten Asylanträge im ersten Halbjahr in Frankreich gestellt (69.000), vor Italien (66.000), Spanien und Deutschland (jeweils 55.000). Damit wurden rund drei Viertel der Anträge in diesen vier Ländern gestellt. Gemessen an der Einwohnerzahl eines Landes wurden die meisten Asylanträge in Griechenland gestellt (23.000).Die Anerkennungsrate lag der EUAA zufolge im ersten Halbjahr 2026 bei 31 Prozent. Insgesamt gab es Ende Juni 2026 noch rund 1,18 Millionen anhängige Asylverfahren in den 27 Ländern der EU sowie in der Schweiz und Norwegen.Die EU-Mitgliedstaaten verfolgen seit einigen Jahren einen härteren Kurs bei der Migration. Am 12. Juni trat eine Asylrechtsreform in Kraft, die für Menschen aus bestimmten Herkunftsländern beschleunigte Asylverfahren sowie Asylverfahren an den Außengrenzen vorsieht.Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden teilte am Donnerstag mit, dass im vergangenen Jahr weniger Menschen Asylbewerberleistungen bezogen hätten. Demnach erhielten Ende 2025 rund 390.000 Menschen Leistungen aus dem Asylbewerberleistungsgesetz. Das waren 15 Prozent oder 71.400 Bezieher und Bezieherinnen weniger als im Jahr zuvor.
Asylanträge in der EU sinken auf niedrigsten Stand seit 2021
Die EU-Asylbehörde meldet weniger Erstanträge: Im ersten Halbjahr 2026 fällt die Zahl demnach auf den niedrigsten Stand seit 2021. Der Trend rückgängiger Zahlen hält an.








